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Handball-Bezirksoberliga - Nach dem 27:28 in Arheilgen spielt das Schmied-Team aller Voraussicht nach künftig in der A-Liga

TV Lampertheim steigt ab

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Felix Nieter und der TV Lampertheim spielen künftig in der Handball-A-Liga. © Berno Nix

Lampertheim. Das letzte Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison: Sieben Sekunden vor der Schlusssirene kassierten die Handballer des TV Lampertheim den entscheidenden Treffer zu 27:28 (11:13)-Niederlage, haben damit nicht den ersehnten Sieg bei der SG Arheilgen landen können. Die Folge: Als Vorletzter muss der TVL wohl tatsächlich den Gang in die Bezirksliga A antreten. Die Resultate in der Ober- und Landesliga haben die Hoffnung, dass es vielleicht doch nur einen Absteiger geben könnte, wieder zunichtegemacht.

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Dabei war man in der Spargelstadt mit der Hoffnung gestartet, in die Aufstiegrunde zu kommen. Aber schon in der Hinserie fehlte in einigen Partien die nötige Cleverness und das Glück. Und in der Abstiegsrunde klappte dann nicht mehr viel, die junge Mannschaft musste einige Male Lehrgeld zahlen. „Wichtig ist jetzt, dass wir weitestgehend zusammen bleiben. Dann ist die A-Liga vielleicht sogar ein guter Schritt in der Entwicklung dieser Spieler“, hofft Trainer Achim Schmied, dass sich der Aderlass in Grenzen halten wird. Aber auch ihm ist klar: „Die Vereine um uns herum suchen auch händeringend Verstärkungen und wir haben hier schon einige Talente am Start. Die Telefone werden sicherlich glühen.“ Möglichst zeitnah will er nun Klarheit haben, wie es weitergeht. „Es wäre schön, wenn wir das gemeinsam nun auch wieder ausbügeln und die A-Liga als Chance verstehen, uns Selbstvertrauen und Sicherheit zu holen und dann auch bald wieder aufzusteigen.“

In Arheilgen entwickelte sich von Beginn an eine temporeiche, umkämpfte Partie. Die Gastgeber – für die es um nichts mehr ging, die sich aber in eigener Halle keine Blöße geben wollten – versuchten es immer wieder mit druckvollen Eins-gegen-Eins-Aktionen, was Lampertheim aber gut verteidigte. Dafür kassierte man aber einige Kontertore und im eigenen Angriff hatte man Probleme, mit dem nötigen Druck die SGA-Defensive auseinanderzuziehen. „Der Abstand auf die Deckung hat nicht gestimmt, das Timing fehlte etwas“, so Schmied, der aber dennoch nicht unzufrieden war: „Es war eindeutig eines unserer besseren Spiele. Für die Zuschauer war es sicherlich schön anzuschauen.“

Entscheidung durch Pfostentreffer

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Nachdem die Lampertheimer nach dem Seitenwechsel mit 15:19 (42.) ins Hintertreffer geraten waren, ging ein Ruck durchs Team. Beim 19:20 war der TVL wieder dran (47.), beim 22:22 war der Ausgleich geschafft und beim 25:23 führten die Spargelstädter erstmals mit zwei Toren. „Da hatten wir eigentlich das Momentum auf unserer Seite und wir haben auch weiter gut gespielt“, so Schmied.

Doch statt für die Vorentscheidung zu sorgen, wurden zwei hochkarätige Chancen an den Pfosten gesetzt. „Da wollten wir es besonders gut machen. Aber dafür gibt es keinen Vorwurf“, stellt Schmied klar. Arheilgen nutzte die Patzer der Gäste eiskalt aus, war mit seinen Eins-gegen-Eins-Aktionen nun erfolgreich und drehte das Ergebnis wieder zum 27:26 (60.). Wim Größler egalisierte noch einmal für Lampertheim, aber sieben Sekunden vor dem Ende traf Arheilgen zum Sieg.

Nach der Schlusssirene gingen bei den TVL-Handballern erstmal die Köpfe runter, der Frust über den voraussichtlichen Abstieg war groß. Sie waren kurz davor gewesen, doch noch auf den vielleicht rettenden drittletzten Rang vorzurücken. „Das ist bitter, aber da müssen wir jetzt durch“, so Schmied. Dass eventuell sogar der Drittletzte absteigen muss, war in diesem Moment ein schwacher Trost für die Spargelstädter.

TVL-Tore: Karb (8), Pfendler (5/1), Fröhlich (4), Größler, Kühr (je 3), Gaebler (2), Hedderich, Nieter (je 1). me

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