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Spiel der Woche - 2:5-Niederlage im B-Liga-Derby gegen Hüttenfeld verschärft die Abstiegssorgen der Spielgemeinschaft aus VfB und FC Olympia

SG Lampertheim blickt in den Abgrund

Von 
Andreas Martin
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Karsten Krämer (r.) von der SG Olympia/VfB Lampertheim versucht sich gegen Hüttenfelds Gwen Steier durchzusetzen. © Berno Nix

Lampertheim. Im B-Liga-Derby gegen die SG Hüttenfeld hatte man bei der SG Olympia/VfB Lampertheim eigentlich auf wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gehofft. Doch am Ende vergrößert die 2:5 (0:1)-Heimniederlage im Adam-Günderoth-Stadion die Abstiegssorgen der Lampertheimer Kernstädter erheblich. „Heute sind wir doppelt bestraft worden. Zum einen durch die Derbyniederlage und zum anderen dadurch, dass unsere Konkurrenten im Abstiegskampf gewonnen haben“, schmerzte der zweite Umstand SG Olympia/VfB-Sportausschuss Patrick Andres letztlich sogar mehr. Die Spielgemeinschaft wurde in der Tabelle der Kreisliga B auf den Abstiegsrelegationsrang 15 durchgereicht.

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Kopfzerbrechen bereitete Andres dabei schon vor dem Derby die Personalsituation, denn letztlich wussten er und Olympia/VfB-Coach Thomas Düpre zwischenzeitlich nicht, ob sie am Sonntag tatsächlich eine Mannschaft auf den Platz stellen können. „Wir haben acht Ausfälle und heute hat man gesehen, dass wir das jetzt nicht mehr kompensieren konnten. Ob wir am Sonntag überhaupt spielen können, stand auf der Kippe“, sieht Andres weitere schwierige Wochen auf die SG Olympia/VfB zukommen. Am Sonntag kam den Lampertheimern noch zugute, dass das Spiel der Zweiten Mannschaft in der D-Liga nicht stattfand, weil das dortige Derby gegen die SG Waldesruh/Waldhorn Lampertheim auf den 11. Mai verlegt wurde.

„So eine Saison wie diese habe ich bisher noch nicht erlebt, das geht an die Substanz“, kann sich Andres an keine Spielzeit erinnern, in der Verletzungen und Krankheiten solch heftige Spuren beim Personal hinterlassen haben. Auch dem Hüttenfelder Interimstrainer Zoltan Varga ist eine dünne Personaldecke keineswegs fremd, aber im Gegensatz zu den Gastgebern können die Grün-Weißen an das Thema Klassenerhalt wohl einen Haken machen. „Zwischenzeitlich kam das Thema bei uns natürlich auch mal auf, auch wenn ich mir sicher war, dass wir nicht mehr da unten rein rutschen werden. Mit nun 42 Punkten sollte da jetzt aber dann wirklich nichts mehr passieren“, freute sich SGH-Sportausschuss Tobias Nowakowski über den zweiten Sieg in Folge, nachdem auch die Hüttenfelder in der Rückrunde eine schwierige Zeit durchgemacht hatten und nicht eben von Erfolgserlebnissen verwöhnt waren.

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Das 1:0 für die SGH durch Routinier Dirk Ehret sollte in diesem Derby letztlich durchaus eine gewisse Symbolkraft besitzen, denn der 18-Meter-Schuss flutschte Olympia/VfB-Torwart Kirill Dorngof unglücklich durch die Finger. „Kirill hat uns in dieser Saison auch schon Punkte gerettet und man muss ihm erst mal dankbar sein, dass er sich überhaupt ins Tor gestellt hat“, weiß Andres, dass der junge Torhüter zuletzt krankheitsgeplagt war und daher nicht hundertprozentig fit sein kann. „Matthias Hecher hat zudem seit langem wieder sein erstes Spiel für uns gemacht und sich dabei gleich am Knie verletzt“, berichtete Andres.

„Unser Sieg ist vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen, aber nach dem 2:0 hat man gemerkt, dass es die Vorentscheidung in diesem Spiel war“, durfte Nowakowski in der 66. Minute sogar einen Doppelschlag bejubeln, als zunächst SGH-Kapitän Tobias Lerchl auf 2:0 stellte und nur Sekunden später Christopher Rünger schon das 3:0 für die Grün-Weißen folgen ließ. Das Fünkchen Hoffnung welches das 1:3 (69.) von Karsten Krämer vielleicht noch aufkommen ließ, trat der eingewechselte Michael Haas mit dem 4:1 (77.) endgültig aus. Zwar konnte Karsten Krämer in der Nachspielzeit noch auf 2:4 (90.+3.) verkürzen, aber auch Dirk Ehret hatte noch Lust auf ein zweites Tor und erzielte das sehenswerte 2:5 (90.+5.).

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