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Bogenschießen - Regionalliga-Aufsteiger Bürstadt gewinnt den ersten Wettkampftag der Saison in seiner neuen Halle

PBC feiert „großen Moment“

Von 
Claudio Palmieri
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Zum Auftakt der Saison machten die Recurve-Teams der Regionalliga West Station in Bürstadt. Der PBC nutzte dabei seinen Heimvorteil. © Berno Nix

Bürstadt. Dass die Recurve-Teamschützen des Pfeil- und Bogenclubs (PBC) Bürstadt bei ihrem Debüt in der Regionalliga West nicht untergehen würden, war schon nach den ersten Duellen klar. Auf eine knappe 4:6-Auftaktniederlage gegen die RSG Düren ließ der Aufsteiger bis zur Mittagspause drei 6:0-Erfolge gegen MASA BSC Mülheim, TuS Barop und den BSC Laufdorf folgen. Dass der PBC aber den ersten Wettkampftag der Hallensaison als Gesamtsieger und Tabellenführer abschließen würde, überwältigte selbst die eigenen Schützen, die vorher Match für Match cool geblieben waren.

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„Ich glaube, damit hat wirklich keiner gerechnet“, freute sich Alexander Brinkmann hinterher: „Dass wir auch die letzten drei Matches gewinnen, kam tatsächlich unerwartet. Umso motivierter gehen wir jetzt an die anderen drei Wettkampftage heran.“ Auch der BBC Bocholt (6:2), der SV Arolsen (6:0) und Sherwood Herne II (7:1) konnten den Regionalliga-Neuling nicht stoppen. Mit 41:9 gewonnenen Sätzen und 12:2 Punkten setzte sich Bürstadt an die Spitze. Der punktgleiche Zweite Düren weist eine deutlich schlechtere Satzbilanz auf (37:21). Dritter wurde der SV Arolsen (8:6 Punkte) vor Barop, Laufdorf (beide 6:8), Herne II (5:9), Mühlheim (4:10) und Bocholt (3:11).

Damit haben die Bürstädter, die am Samstag zum ersten Mal überhaupt einen Wettkampf in ihrer neuen, eigenen Halle austrugen, ein erstes Etappenziel in der dritthöchsten Schützenliga schon erreicht. „Wir können ohne Bedenken sagen, dass wir richtig gut drauf waren. Wir haben top geschossen und müssen uns vor keiner Mannschaft verstecken“, zog Brinkmann ein zufriedenstellendes Fazit. Der Gastgeber aus Südhessen brachte zudem die erste „60“ der Saison zustande. Unter Bogensportlern – die übrigens nicht „ins Schwarze“, sondern „ins Gold“ schießen – bedeutet das: Die drei Teamschützen hatten einen perfekten Durchgang, der auch Passe genannt wird. Jeder der insgesamt sechs geschossenen Pfeile hat die goldene Mitte erreicht, das bringt jeweils zehn Punkte pro Schuss. „Das war schon ein großer Moment. Zumal es die einzige ‚60’ des Tages blieb“, sagte Brinkmann, der den Bestwert zusammen mit Olaf Kaiser und Timo Helmke erzielte.

Kaiser hatte nach dem ersten Match Heiko Rahn ersetzt, der über Probleme an der Hand geklagt hatte. Eigentlich wollte der PBC auch Kapitänin Kelly Tröger und Sebastian Eberle einsetzen. „Weil es aber immer besser für uns lief, haben wir kurzerhand entschieden, nicht mehr zu wechseln“, erklärte Brinkmann.

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Als Nächstes nach Bocholt

Von den Wettkampfverhältnissen in der neuen PBC-Schützenhalle im Bubenlachring war der 28-Jährige angetan. „Mir hat es schon beim Einschießen richtig Spaß gemacht, die Halle im vollen Betrieb zu sehen. Wenn alle Scheiben in Betrieb sind, ist das doch ein anderes Flair als im Training“, meinte Brinkmann.

Das sei schon „nah am Normalzustand gewesen“, schilderte der Leistungsträger, der zuletzt in der Aufstiegsrelegation im Februar 2020 einen Wettkampf mit der Mannschaft absolviert hatte: „Wir hoffen natürlich, dass es so weitergehen kann.“ Sofern die Corona-Bestimmungen mitspielen, steigt der zweite Regionalliga-Wettkampftag am 4. Dezember beim BBC Bocholt. Beim PBC geht es am Samstag (ab 9 Uhr) mit den ersten Bezirksmeisterschaften in den eigenen vier Wänden weiter.

Freier Autor Geboren in Viernheim. Freier Mitarbeiter seit 2009 (Sport, Online, Lokales)

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