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Fußball-Kreisoberliga - Abstiegsbedrohter Traditionsverein befindet sich in schwerer sportlicher Krise – denkt aber nicht ans Aufgeben

„Nichtantreten ist des VfR Bürstadt nicht würdig“

Von 
hias
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Ried. Es gibt in diesen Tagen gewiss schönere Ehrenämter, als Vorsitzender des Fußball-Kreisoberligisten VfR Bürstadt zu sein. Klaus Gassert, seit 2017 oberster VfR’ler, aber steht zu seinem Amt. „Auch wenn es derzeit sehr schwer ist, ziehen wir die Nummer hier durch. Damit meine ich nicht nur mich, sondern auch die zahlreichen Mitstreiter, die sich Woche für Woche über Gebühr für unseren Verein engagieren“, sagt er.

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In der Tat ist es um den Traditionsverein derzeit nicht gut bestellt. An das Festsitzen im Tabellenkeller haben sich die Bürstädter schon gewöhnt. Aber jetzt hagelt es noch eine Klatsche nach der anderen. Mit 0:13 unterlagen die Schwarz-Weißen am 1. Mai zu Hause gegen die SG Odin Wald-Michelbach, da fiel die 2:6-Auswärtsniederlage bei Alemannia Groß-Rohrheim fast noch erträglich aus.

Die Zeiten sind schwer, aber Klaus Gassert steht zu seinem VfR. © Berno Nix

„Die SG Odin ist für mich die stärkste Mannschaft der Liga. Das rechtfertigt zwar unsere 13 Gegentreffer nicht. Aber unser kommender Gegner Olympia Lorsch hat am vergangenen Wochenende auch mit 0:5 in Wald-Michelbach verloren“, legt Gassert Wert darauf, es in dieser Begegnung mit einem besonders starken Widersacher zu tun gehabt zu haben.

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Nach der Ursache, weswegen es beim VfR nicht so gut läuft, braucht er indes nicht lange zu suchen. „Nach den vielen Abgängen in der Winterpause sind viele Reservisten vom zweiten Glied in die erste Mannschaft aufgerückt. Für einige von ihnen ist diese Klasse einfach zu hoch“, legt Gassert seinen Finger in die Wunde. Er kommt aber auch nicht umhin, den Spielern, die im Regelfall in der Kreisliga D spielen, ein Lob auszusprechen. „Die hängen sich voll rein und versuchen, alles für den VfR zu geben“, gefällt dem Vereinschef, früher bei Wormatia Worms ein begeisterter Hockey-Spieler, das Engagement der Zweitmannschaftsspieler.

Deswegen ist ihm auch vor den kommenden Begegnungen nicht bange. „Wir nehmen den Spielplan der Kreisoberliga so an, wie er eben ist. Ein Nichtantreten kommt für uns nicht infrage. Das ist eines VfR Bürstadt nicht würdig“, sagt Gassert. So werden die Rasenspieler auch am Sonntag bei der Lorscher Olympia alles geben. Alleine schon deshalb, weil dies ein ganz alter Rivale des Vereins ist, gegen den er sich schon vor dem Ersten Weltkrieg packende Duelle lieferte. Ganz zu schweigen von den Oberliga-Begegnungen in den 1950er Jahren, bei denen die Zuschauer in Massen zu den jeweiligen Spielen pilgerten.

„Solange wir rechnerisch noch eine Chance haben, haben wir auch den Klassenerhalt noch nicht abgehakt. Und auch wenn dieser perfekt wäre, setzen wir alles daran, um uns mit Anstand aus der Kreisoberliga zu verabschieden“, will Gassert die Vereinsfahne weiterhin hochhalten.

In Lorsch wird der VfR ähnlich aufgestellt sein wie bei Alemannia Groß-Rohrheim. „Vielleicht kehrt ja Ibrahim Cepaneci nach überstandener Oberschenkelzerrung zurück. „Ihn könnten wir ganz dringend gebrauchen“, sagte Gassert.

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Spielfrei ist der FC Alemannia Groß-Rohrheim. Beim Tabellennachbarn SG Unter-Abtsteinach muss der TV Lampertheim antreten. Bereits am Donnerstag bestritten die Turner zu Hause das Nachholspiel gegen Olympia Lorsch. Das Ergebnis stand bei Redaktionsschluss allerdings noch nicht fest. hias

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