Tennis - Bobstadts Kapitän Thomas Bär fürchtet um den bereits verschobenen Saisonstart im Juni / Runde hätte schon im Mai starten sollen

„Momentan bin ich eher skeptisch“

Von 
Ralph Gottschling
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Thomas Bär gibt die Hoffnung noch nicht auf. © Berno Nix

Ried. Die Corona-Pandemie hat in diesem Frühling die Welt weiterhin fest im Griff. Kontaktbeschränkungen, Homeschooling und das Arbeiten von zuhause sind nur einige Schlagworte, die das Leben der Menschen einschränken.

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Auch der Sport musste und muss sich diesen Einschränkungen anpassen. Im Gegensatz zu den Profis, die ihre Wettkämpfe – wenn auch ohne Zuschauer in den Stadien und Hallen – durchführen können, wurden die meisten Wettbewerbe im Breitensport abgesagt, nicht zuletzt da sogar Trainingsbetrieb in den allermeisten Bereichen eingestellt werden musste.

Etwas mehr Privilegien genießt da der Tennissport, denn unter strengen Auflagen wurde hier zumindest das Training erlaubt, Plätze und Hallen sind für die Akteure offen. Um die Pandemie weiter einzudämmen, dürfen Spielerinnen und Spieler ab 14 Jahren jedoch nur einzeln trainieren, Übungseinheiten für Doppelmannschaften finden nicht statt. Lediglich für die Unter-14-Jährigen dürfen momentan Gruppentrainings abgehalten werden, jedoch nur, wenn die Trainer vor jeder Übungseinheit einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Diese Einschränkungen haben natürlich auch Auswirkungen auf die hessischen Tennisteams, die eigentlich am zweiten Maiwochenende in die Runde starten wollten. Wegen der steigenden Corona-Zahlen hat der Hessische Tennisverband kürzlich reagiert und den Rundenbeginn in den Juni verschoben. Ob dann aber tatsächlich aufgeschlagen werden kann, ist noch längst nicht sicher.

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Ohne Absteiger geht es nicht

„Momentan bin ich eher skeptisch, ob unsere Runde wirklich im Juni begonnen werden kann. Aktuell sind die Zahlen hoch und ob die in sechs Wochen so viel niedriger sind – da habe ich meine Zweifel“, sagt Thomas Bär, Spitzenspieler und Mannschaftskapitän des Gruppenliga-Herrensechsers der TG Bobstadt. Sollte die Saison Mitte Juni gestartet werden können, müssten die Teams wie schon im vergangenen Jahr mit einigen Einschränkungen rechnen. So müsste wieder das kleine grüne Hygienebuch geführt werden, das Publikum wäre wohl ausgeschlossen und der direkte Kontakt zu den gegnerischen Spielerinnen und Spielern fände kaum statt. Die Vereine wären erneut angewiesen, so wenige Personen wie möglich auf die jeweiligen Anlagen zu lassen.

Dazu kommen organisatorische Schwierigkeiten. So wurde im vergangenen Jahr beschlossen, dass keine Mannschaft absteigen kann, in der diesjährigen Runde wäre dies aber kaum möglich, da dadurch die höherklassigen Gruppen zu sehr aufgebläht würden. „Ohne Abstieg wird es diesmal nicht gehen“, so Bär.

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Dennoch stirbt die Hoffnung zuletzt, auch in Bobstadt. Bär: „Momentan versuchen wir, uns fit zu halten und trainieren eben einzeln. Im Grunde freuen wir uns ja und würden uns wünschen, dass die Medenrunde stattfindet. Wegen der aktuellen Zahlen kann ich aber momentan nicht richtig daran glauben.“

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