Spieler der Woche

Menges neutralisiert die Torjäger

Verteidiger des TV Lampertheim bekommt viele Komplimente von Trainer-Routinier Karl-Heinz Göbel

Von 
Andreas Martin
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Lampertheim. Am vergangenen Sonntag hatte Phillip Menges vom TV Lampertheim in der Kreisoberliga Bergstraße keine leichte Aufgabe zu lösen, hieß es doch beim 1:0-Heimsieg, über 90 Minuten lang die Kreise von Fürths Top-Torjäger Armend Ramadani, zu stören. „Der SV Fürth besitzt offensiv seine Qualitäten und wir hatten besprochen, dass Phillip in der Innenverteidigung früh gegen Ramadani rausrückt. Das hat er auch gemacht und ihn sehr früh gestellt. Da waren in den 90 Minuten eigentlich nur zwei Foulspiele drin und Ramadani war aus dem Spiel genommen“, verteilte TVL-Trainer Karl-Heinz Göbel ein Sonderlob an den 22-jährigen Innenverteidiger.

Der Lampertheimer Phillip Menges (r., gegen Groß-Rohrheims Farhan Malik). © Berno Nix/Julian Loesch

„Das waren schon fordernde 90 Minuten, aber es hat gut geklappt“, freute sich Phillip Menges, dass er so den 1:0-Erfolg der Spargelstädter mit absichern konnte. Er weiß, dass ihm schon am Sonntag die nächste Herausforderung ins Haus steht, wenn der Tabellenvierte FC Alemannia Groß-Rohrheim mit dem bisher besten Kreisoberliga-Knipser Marcel Eckhardt zum Rückrundenauftakt im Lampertheimer Sportzentrum Ost gastiert. „Das wird natürlich die nächste schwierige Aufgabe, die es zu bewältigen gilt. An das Hinspiel denke ich gar nicht gerne zurück“, hat Phillip Menges die 0:5-Abreibung in Groß-Rohrheim nicht vergessen, als Eckhardt gleich alle fünf Treffer für den FCA markierte.

Philipp Menges

Phillip Menges wurde am 24. Februar 2000 in Mannheim geboren und kommt aus Lampertheim. Nach dem Abitur am Litauischen Gymnasium in Hüttenfeld, nahm er ein Studium des Bauingenieurwesens an der Hochschule Mainz auf.

Im Alter von fünf Jahren begann er beim TV Lampertheim. In der C-Jugend wechselte er zur SG Hüttenfeld. In der A-Jugend gehörte er der JSG Lampertheim/Hüttenfeld an, mit der er in die A-Junioren-Gruppenliga aufstieg und den Kreispokal holte. Ebenfalls in der Saison 2018/2019 spielte er im Erwachsenenbereich für die SG Hüttenfeld und stieg mit ihr in die Kreisliga B auf. Nach einer weiteren Saison bei der SGH, kam er zur Saison 2020/2021 zum TVL zurück. and

Auch Bruder Louis im Team

„Ich kenne Phillip jetzt seit fünf Monaten und in den ersten zwei, drei Monaten hat er eigentlich nur Kritik von mir bekommen, auch weil er sehr ruhig auf dem Platz war. Das hat sich geändert, denn er hat diese Kritik angenommen. Seine Trainingsbeteiligung ist sehr hoch, auch wenn es ihm sein Studium in Mainz manchmal doch schwermacht, nach Lampertheim ins Training zu kommen“, sieht Trainer Göbel den jungen Innenverteidiger auf dem richtigen Weg. „Er ist groß, schlank und schnell und bringt damit auch gute körperliche Voraussetzungen mit, mit denen er in der Kreisoberliga und vielleicht ja auch mal auf Gruppenliganiveau mitspielen kann“, sieht der TVL-Coach bei Menges viel Potenzial.

„Wenn man von einem so erfahrenen Trainer Kritik bekommt, dann sollte man sie ebenso annehmen wie von den erfahrenen Spielern, zum Beispiel unserem Kapitän Mathis Frerking oder von Henrik Wegerle, von dem ich der Innenverteidigung viel lernen kann“, sagte Menges. Der TVL hat in dieser Saison grundsätzlich aber ein junges Team. „Das sind die Jungs, mit denen ich schon in der A-Jugend zusammengespielt habe“, sagte der 22-Jährige, für den es noch einen ganz besonderen Mitspieler im Team gibt, der in der Kreisoberligamannschaft der Spargelstädter aber noch nicht zu vielen Einsätzen kommt. „Ich spiele erstmals mit meinem jüngeren Bruder Louis in einer Mannschaft, das hat es so in der Jugend ja nicht gegeben, weil wir drei Jahre auseinanderliegen. Da ich selbst erlebt habe, was es für einen großen Schritt darstellt, vom Jugend- in den Erwachsenenbereich überzugehen, gebe ich ihm da schon auch ein paar Tipps“, ist bei Phillip Menges die Erinnerung noch frisch, wie er einst selbst aus der A-Junioren-JSG Lampertheim/Hüttenfeld zu den Senioren der SG Hüttenfeld wechselte.

Pendeln zwischen Mainz und Ried

Seit Oktober 2021 wohnt Menges unter der Woche an seinem Studienort in Mainz, wo er Bauingenieurwesen studiert, während er am Wochenende weiter bei seinen Eltern im Ried lebt. „Das erste Semester war ja noch normal, aber dann kamen drei Corona-Semester, wo alles nur noch über Onlineveranstaltungen lief, da machte es wenig Sinn, nach Mainz zu ziehen“, hat für Menges gerade das siebte Semester seines Bachelorstudiengangs begonnen. „Ich gehe in Mainz auch gerne zum FSV ins Stadion, bin aber Fan vom FC Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern. Am 1. Februar will ich gerne zum DFB-Pokal-Achtelfinale Mainz gegen Bayern vor Ort sein“, plant der 22-jährige.

Freier Autor

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