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Tischtennis, 3. Liga Nord - TTC Lampertheim dreht gegen Bargteheide beim Stand von 2:2 zwei Spiele und gewinnt 6:2

Ein „Wahnsinns-Comeback“

Von 
Claudio Palmieri
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Der Lampertheimer Vladimir Anca lag im fünften Satz schon mit 5:10 zurück, er gewann aber noch mit 14:12. © Berno Nix

Lampertheim. Spektakulär, spannend, dramatisch – drunter macht es der TTC Lampertheim in dieser Saison anscheinend nicht. Drei Wochen nach dem keineswegs leichten 6:2-Auftaktsieg über den SVH Kassel legte der Tischtennis-Drittligist einen 6:2-Heimerfolg gegen den TSV Bargteheide nach.

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So deutlich dieses Ergebnis klingen mag, so sehr stand die Partie auf Messers Schneide. „Dieses Spiel war mindestens eine halbe Klasse besser als das gegen Kassel. Bargteheide hat als Aufsteiger ein tolles Spiel gemacht, es gab super Ballwechsel auf beiden Seiten“, sprach Lampertheims Vorsitzender Uwe van gen Hassend hinterher beiden Teams ein Kompliment aus.

Beim Stand von 2:2 erreichte die Stimmung in der Sedanhalle ihren Siedepunkt. Da lag Vladimir Anca mit 5:10 im fünften Satz gegen Florian Keck zurück. Am Nachbartisch kam Mahmoud Helmy nur schwer in Tritt, er lag gegen Constantin Velling schon 2:6 im letzten Durchgang hinten. Dann aber drehte Lampertheims hinteres Paarkreuz auf – und entschied die beiden Partien mit 11:6 (Helmy) und 14:12 (Anca) noch für sich. „Statt 2:4 stand es plötzlich 4:2 für uns“, sprach van gen Hassend von einem „Wahnsinns-Comeback“, das die Spargelstädter binnen weniger Minuten hinlegten: „Wir waren fast schon weg.“

Herausragende Stimmung

Dass der TTC-Boss das zweite Heimmatch der neuen Spielzeit zudem als „Werbung für den Tischtennissport“ bezeichnete, lag auch am frenetischen Publikum. „Die 75 Zuschauer sind super mitgegangen und haben die Mannschaft mit Sprechchören angefeuert. Ich bin jetzt schon viele Jahre dabei – aber ich glaube, so eine geile Stimmung habe ich seit unserer Vizemeisterschaft 2019 nicht mehr erlebt“, jubilierte van gen Hassend.

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Der spannende Verlauf hatte sich schon im Doppelauftakt abgezeichnet. Da musste sich Lampertheims Spitzendoppel Alfredas Udra/Tomas Mikutis gegen Leon Abich/Ole Markscheffel mit 11:13 im fünften Satz geschlagen geben. Verhältnismäßig souverän kamen Helmy/Anca gegen Keck/Velling in vier Sätzen durch (11:7, 12:14, 11:7, 11:3). Nach Udras Drei-Satz-Erfolg im Einzel gegen Markscheffel unterlag Mikutis Bargteheides Spitzenmann Abich nach vier Sätzen – der erneute Ausgleich für den TSV.

Nach dem spektakulären Endspurt von Anca und Helmy zur 4:2-Führung war die Gegenwehr der Gäste aus Norddeutschland indes gebrochen. Im Duell der Nummer-eins-Spieler tütete Udra einen ungefährdeten Vier-Satz-Sieg gegen Abich ein (11:5, 6:11, 11:8, 11:5). Ebenfalls in vier Sätzen behauptete sich Mikutis gegen Markscheffel (9:11, 11:1, 11:5, 11:4). „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir können hochzufrieden mit diesem Spiel sein“, hielt van gen Hassend fest.

Durchaus zufrieden kann der TTC Lampertheim auch beim Blick auf die Tabelle sein. Als einziges der zehn Teams in der 3. Liga Nord stehen die Südhessen als Vierter noch ohne Verlustpunkt da. Allerdings haben Spitzenreiter SC Buschhausen (8:2 Punkte), die erste Mannschaft von Union Velbert (7:1) sowie der TSV Schwarzenbek (6:4) schon mehr Spiele absolviert.

Am Sonntag entschied Velbert das Top-Spiel in Buschhausen mit 6:3 für sich. Der TSV Bargteheide, der am Samstagabend das Aufsteigerduell beim VfR Fehlheim mit 4:6 verlor, muss sich nach vier Niederlagen aus den ersten vier Partien vorerst mit dem letzten Tabellenplatz anfreunden. Schon gegen Velbert (2:6) und Buschhausen (4:6) hatten sich die Schleswig-Holsteiner auf Augenhöhe präsentiert.

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Lampertheims erster Herrenmannschaft steht am Samstag, 23. Oktober (17.15 Uhr), das erste Auswärtsmatch bevor. Es geht zum TTS Borsum. Mit den Niedersachsen (Landkreis Hildesheim) haben die Südhessen noch eine Rechnung aus der Abbruchsaison 2020/21 offen. Als der TTC vor dem ersten Spieltag im September 2020 um eine Verlegung bat, weil unklar war, ob Lampertheims ausländische Stammspieler einreisen hätten dürfen, lehnten die Borsumer alle Ausweichtermine ab. Die TTC-Herren konnten letztlich mit zwei Stammkräften antreten, unterlagen jedoch 3:5.

Freier Autor Geboren 1987 in Viernheim. Aufgewachsen in Bürstadt. Lebt in Mainz. Seit 2009 freier Mitarbeiter in den Redaktionen Sport, Lokales (Bürstadt/Biblis/Lampertheim), Online, Kultur. Spezialgebiete im Sport: Eintracht Frankfurt, SV Waldhof, Fußball, American Football, Tischtennis, Judo, Basketball (Albert-Schweitzer-Turnier). Online: Social Media und der DEL-Liveticker. Weitere Autorentätigkeiten unter anderem für das ZDF und 11 FREUNDE.

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