American Football - Landesligist bereitet sich auf die für den Hochsommer terminierte Saison vor / Passspiel soll in den Fokus der Weiterentwicklung rücken Bürstadt Redskins büffeln schon eifrig Spielzüge

Von 
Claudio Palmieri
Lesedauer: 
Bevor es wieder gegen die Landesliga-Konkurrenz geht, steht für die Redskins noch die intensive Vorbereitung an. © Berno Nix

Bürstadt. Während in anderen Sportarten der Spielbetrieb bis auf Weiteres ausgesetzt oder sogar schon abgesagt worden ist, gehören die Bürstadt Redskins zu jenen Mannschaften, die sich Hoffnungen auf eine reguläre Saison 2021 machen können. Erst vor kurzem stellte der American Football-Verband Hessen (AFVH) den Terminkalender für die diesjährige Spielzeit vor. Für den Landesligisten aus dem Ried würde es demnach am Wochenende 24. und 25. Juli losgehen.

AdUnit urban-intext1

Eigentlich beginnt die Football-Saison im Mai – doch die Entscheidung, die Runde in den Hochsommer zu verlegen, ist wohl die einzige Chance auf einen reibungslosen Ablauf der Spielzeit. Zu einer Saison gehören nämlich bis zu sechs Monate Vorbereitung in Theorie und Praxis. Mit Ersterem haben die Südhessen schon angefangen. „Die Jungs sollen jetzt erst einmal das Playbook wieder verinnerlichen“, sagt Bürstadts Offense Coordinator Chris Withers (Bild links) in einem Interview auf der Redskins-Homepage. „Kondition und Theorie finden online statt. Die Abläufe sind zwar anders, aber wenn man sich darauf einrichtet, dann reichen auch vier Monate auf dem Platz für eine effiziente Vorbereitung aus“, glaubt Defense Coordinator Mathias Lahm (Bild rechts).

Das Trainerduo hofft, im April mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz stehen zu können. Ob die Lockdown-Strategie der Politik diesem Wunsch noch einen Strich durch die Rechnung machen wird, spielt für Lahm und Withers keine Rolle. Ihren Aussagen ist vor allem der Drang zu entnehmen, das Redskins-Team nach Platz zwei in der improvisierten Hessenliga 2020 weiterzuentwickeln.

Strafen verringern

„Es wird einige Änderungen in den Spielzügen geben. Die anderen Teams wissen, dass unser Laufspiel schon immer sehr dominant ist. Wir streben ein hartes, aber faires Spiel an. Im vergangenen Jahr hatten wir noch zu viele Strafen“, erklärt Withers: „Wir wollen weniger ausrechenbar sein, haben sehr gute Receiver und werden den Fokus nun auch auf das Passspiel ausrichten. Für die Zuschauer wird unser Spiel weiter an Attraktivität gewinnen.“

AdUnit urban-intext2

Auch Defense-Experte Lahm ist schon voll im Saisonmodus. „Die Jungs müssen sich aufeinander einspielen“, betont er: „Wichtig ist es, ein Gefühl für die Mitspieler zu entwickeln und das kannst du nur auf dem Platz.“

Lahm und Withers, die einst in der Jugend zusammen für die Mannheim Redskins spielten, wagen außerdem einen Saisonausblick. In Gruppe A geht es gegen die Black Goats Mannebach, die Hanau Ravens und die Rodgau Pioneers. „Wir beide stufen Mannebach als starken Gegner ein. Wahrscheinlich sogar stärker als Rodgau, obwohl die Pioneers vor kurzem noch zwei Klassen höher gespielt haben“, meint Withers.

AdUnit urban-intext3

Dass die Westerwälder wie Bürstadt das erste Corona-Jahr in der Hessenliga überbrückten, sieht das Trainerduo als Vorteil. „Rodgau hatte Pause und möglicherweise sind einige Spieler abgewandert, da in der Frankfurter Region viel Bewegung ist“, vermutet Withers.

Freie Autorenschaft Geboren 1987 in Viernheim. Aufgewachsen in Bürstadt. Lebt in Mainz. Seit 2009 freier Mitarbeiter in den Redaktionen Sport, Lokales (Bürstadt/Biblis/Lampertheim), Online, Kultur. Spezialgebiete im Sport: Eintracht Frankfurt, SV Waldhof, Fußball, American Football, Tischtennis, Judo, Basketball (Albert-Schweitzer-Turnier). Online: Social Media und der DEL-Liveticker. Weitere Autorentätigkeiten unter anderem für das ZDF und 11 FREUNDE.