AdUnit Billboard
Fußball - Vor dem Zweitliga-Start am Samstag gegen Regensburg bestimmt bei Darmstadt 98 das Dauerthema Corona das Geschehen

Besondere Herausforderung

Von 
Alexander Schlögel
Lesedauer: 
Coach Torsten Lieberknecht (l.) und Carsten Wehlmann (Sportlicher Leiter) müssen zahlreiche Zugänge integrieren. © dpa

Darmstadt. Zahlreiche Transferbewegungen, ein neuer Trainer und schon vor dem Saisonstart wieder Corona-Komplikationen: Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 präsentiert sich vor dem Saisonauftakt am Samstag gegen Jahn Regensburg (13.30 Uhr/Sky) mehr denn je als große Unbekannte. Trotz der eher negativen Vorzeichen – und obwohl die Liga mit Mannschaften wie Werder Bremen, Schalke 04 und dem Hamburger SV so prominent besetzt ist wie wohl nie zuvor – geht der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann die anstehenden Aufgaben mit Optimismus an. „Wir haben den Anspruch, uns in den Tabellenregionen einzuordnen, in denen wir auch in den vergangenen beiden Spielzeiten waren“, sagte der Funktionär. Schon vor dem Auftakt gab es am Mittwoch den ersten Stimmungsdämpfer: Drei namentlich nicht genannte Lilien-Profis wurden positiv auf das Coronavirus getestet und mussten sich in Isolation begeben. Zudem müsse geprüft werden, ob es weitere Kontaktpersonen gibt. Die Auftaktpartie gegen Regensburg am Samstag sei aber zunächst nicht gefährdet, weil der Verein „genügend Spieler“ aufbieten könne.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Zuletzt belegten die Südhessen die Plätze sieben (2021) und fünf (2020). „Es fehlt aufgrund der vielen Verletzungen, die uns in der Vorbereitung beschäftigt haben, und der Fitness der teilweise spät hinzugestoßenen Neuzugänge noch ein bisschen. Ich schätze, diese Herausforderung reicht noch in die ersten Saisonspiele hinein“, sagte der neue Trainer Torsten Lieberknecht dem „Kicker“. Zu wenige zu diesem Zeitpunkt verfügbare Spieler waren auch der Grund, dass die Hessen ihr geplantes Trainingslager Ende Juni um eine gute Woche nach hinten verschoben. Gut möglich scheint es, dass beim Spiel gegen Regensburg mehr Neuzugänge als Spieler, die schon in der vergangenen Saison in Darmstadt waren, auf dem Platz stehen. Zuletzt wurde am Wochenanfang der defensive Mittelfeldspieler Nemanja Celic vom österreichischen Erstligisten WSG Tirol als Ersatz für Victor Palsson (zu Schalke 04) verpflichtet. Phillip Tietz (SV Wehen Wiesbaden) und Luca Pfeiffer (FC Midtjylland) rangeln um den Platz von Serdar Dursun (zu Fenerbahce Istanbul), werden es aber sicherlich schwer haben, den Torschützenkönig der vergangenen Saison zu ersetzen.

Mehlem fällt aus

Die Innenverteidiger Lasse Sobiech (1. FC Köln) und Jannik Müller (DAC Dunajska Streda) sollen das Trio Immanuel Höhn (zum SV Sandhausen) sowie Nicolai Rapp und Lars Lukas Mai (beide zu Werder Bremen) ersetzen. Gute Einsatzchancen zum Start dürften auch die offensiven Mittelfeldspieler Emir Karic (SCR Altach) und der von Werder Bremen ausgeliehene Benjamin Goller besitzen – zumal Marvin Mehlem mit Sicherheit und Tobias Kempe möglicherweise wegen Verletzungen nicht zur Verfügung stehen. Noch nicht klar ist, ob der bisherige Stammtorwart Marcel Schuhen oder Morten Behrens (1. FC Magdeburg) als Nummer eins in die Saison geht.

In den Vorbereitungsspielen trotzten die Südhessen dem Bundesligisten VfB Stuttgart ein 1:1 ab und gewannen die drei übrigen Tests gegen unterklassige Gegner. Zu den ersten beiden Heimspielen sind jeweils 4786 Zuschauer auf der „Baustelle“ Böllenfalltor zugelassen – aktuell wird noch die neue Haupttribüne gebaut. In einem Jahr soll das Stadion fertig werden. dpa

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1