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  Waldhof gegen Türkgücü - Jenseits des Hurra-Stils

Von 
Thorsten Hof
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Im Hinspiel steuerte Joseph Boyamba (links) zwei Joker-Tore zum 4:4-Endstand bei. Am Samstag fehlt der Angreifer. © Pix

Mannheim. Es war ungewöhnlich ruhig am Alsenweg. Am Donnerstag trainierte lediglich Neuzugang Dennis Jastrzembski, um sich ein bisschen an die neue Umgebung zu gewöhnen. Der Rest des Waldhof-Kaders genoss den schon länger geplanten freien Tag. Angesichts von sieben Spielen innerhalb von 22 Tagen sicher keine falsche Maßnahme - und nach dem 1:0-Coup vom Dienstagabend gegen Tabellenführer Dynamo Dresden werden die Mannheimer am Samstag (14 Uhr) bei Türkgücü München schließlich wieder die komplette Energie benötigen. Denn während die Waldhöfer seit dem Jahresbeginn seit sechs Spielen ohne Niederlage sind und schon als „Mannschaft der Stunde“ gelten, kann sich auch die Serie des Aufsteigers aus München sehen lassen. Bei Türkgücü datiert die letzte Niederlage vom 15. Dezember (0:3 gegen Halle), sieben Partien ohne Niederlage sind eine Marke, die der Waldhof noch vor sich hat.

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Doch vom Hurra-Fußball, den sich beide Teams im spektakulären Hinspiel (4:4) lieferten, sind inzwischen auch die Münchner etwas abgerückt. Zuletzt lieferte der Tabellenvierte drei torlose Unentschieden in Folge ab - Ergebnis geht inzwischen auch mal vor Erlebnis. Und das hat nicht zuletzt auch mit einer taktischen Umorientierung bei Türkgücü zu tun, wie Waldhof-Trainer Patrick Glöckner ausgemacht hat.

„Türkgücü agierte in den letzten drei Spielen mit einer anderen Grundordnung und aus einer Tiefe, die man aus der Hinrunde so nicht kannte“, verweist der 44-Jährige auf die Neuentdeckung der Defensive bei den Münchnern, die seit fünf Spielen ohne Gegentor sind und auch am vergangenen Mittwoch beim 1. FC Kaiserslautern ohne Einschlag im eigenen Kasten blieben. Sechs Spiele ohne Gegentor in Folge wären Drittliga-Rekord.

Drittliga-Rekord vor Augen

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„Das die Null steht - das sagt vieles darüber aus, was sie von der Ausrichtung her vorhaben“, beschreibt Glöckner den nächsten Gegner, der allerdings alles andere als Probleme in der Offensive hat. Dass Petar Sliskovic (12 Tore) und Sercan Serarer (17 Scorer-Punkte) in der 3. Liga zu den Top-Spielern gehören, musste der SVW schließlich schon im Hinspiel zur Kenntnis nehmen, als das Duo an allen vier Türkgücü-Treffern beteiligt war.

„Das ist eine hervorragend aufgestellte Mannschaft, die ihren Ansprüchen sicher gerecht werden will. Die tun alles dafür, um ihren Weg zu gehen“, verweist Glöckner auf die Ambitionen des Neulings. Die Irritationen rund um den Jahreswechsel, als Investor Hasan Kivran erst seinen Ausstieg ankündigte und sogar über die Einstellung des Spielbetriebs spekuliert wurde, bevor Kivran eine gekonnte Rolle rückwärts hinlegte, wollte der Waldhof-Trainer dann auch nicht überbewerten. „Man weiß ja, welche Rolle Politik im Fußball spielt“, verwies Glöckner indirekt auf den Türkgücü-Streit mit der Stadt München um den Standort für ein Nachwuchsleistungszentrum des Clubs, der nichts Wesentliches an den Ambitionen des Neulings verändert haben dürfte.

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Auch die Aktivitäten Türkgücüs in der bisherigen Winter-Transferperiode sprechen da für sich. Der zweitligaerfahrene Sebastian Maier (VfL Bochum) soll ebenso wie der vom FCK ausgeliehene Mittelstürmer Lucas Röser die Offensive weiter beleben. Für Glöckner ist das Anforderungsprofil in dieser Partie deshalb eindeutig: „Es ist wichtig, dass wir das Spiel von der ersten Minute an extrem engagiert angehen“, fordert der Coach eine weitere Energieleistung seiner Mannschaft.

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Dabei kann der Mannheimer Trainer auch wieder auf Max Christiansen bauen, der gegen Dresden in den letzten 20 Minuten sein Comeback nach einem Muskelfaserriss feierte. „Er hat das gut verkraftet. Wir müssen aber auch sehen, dass wir ihn nicht gleich überbelasten“, sagte Glöckner. Der ruhige Tag am Alsenweg - er dürfte als auch dem zweiten Mittelfeld-Routinier neben Marco Schuster gut in den Aufbau-Plan gepasst haben.

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Redaktion Sportredakteur, Schwerpunkte SV Waldhof, Rhein-Neckar Löwen.