Fußball - Drittligist kommt mit 90 Minuten Verspätung in Antalya an, ansonsten verläuft die Reise ins Trainingslager reibungslos SV Waldhof sicher gelandet

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Thorsten Hof
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Gelandet am Flughafen von Antalya: Der Waldhof-Tross auf dem Weg ins Trainingslager. © th

Gündogdu/Side. Der Start verlief etwas holprig: Erst nach fast 90 Minuten Verspätung hob der Flieger in Frankfurt Richtung Türkei ab, in Antalya wurde Fußball-Drittligist SV Waldhof auf der rund 45-minütigen Fahrt zum Fünf-Sterne-Komplex Side Star Resort dann von einem ausgiebigen Landregen begrüßt. Doch der Rest der Reise verlief problemlos, um 20.30 Uhr Ortszeit hatten die SVW-Profis am Montagabend alle ihre Zimmer bezogen und konnten im Hotel-Restaurant noch die nötigen Kalorien für die anstehenden Trainingstage tanken.

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Den meisten Waldhof-Profis sind die Wege im Hotel bekannt, schließlich gastieren die Mannheimer innerhalb der vergangenen vier Jahre schon zum dritten Mal an der türkischen Riviera. Auch vor zwölf Monaten wurde hier der Grundstein für die Rückrunde gelegt, die bekanntermaßen im Aufstieg gipfelte. Also ein gutes Omen für den Überraschungsdritten der Hinserie?

Dritter Test gegen Chemnitzer FC

„Wir schauen, dass wir in den nächsten Wochen gut arbeiten, den Rest lassen wir auf uns zukommen“, wollte Kapitän Kevin Conrad so weit nicht gehen, freute sich aber jedenfalls auf die anstehenden Tage. „Das ist schon gut, wenn man in ein gewohntes Umfeld kommt“, blickte der Defensivspezialist dem Tapetenwechsel optimistisch entgegen, der ab der Wochenmitte sonniges Wetter bei rund 17 Grad verspricht. Unter anderem sind dort zwei Testspiele gegen den türkischen Erstligisten Sivasspor Kulbülü (9. Januar, 15 Uhr MEZ) und den Schweizer Zweitligisten FC Aarau (12. Januar, 9 Uhr MEZ) vereinbart. Ebenfalls am 12. Januar soll am Nachmittag dann noch gegen den Chemnitzer FC getestet werden, die Uhrzeit ist noch offen.

Der SV Waldhof reiste mit dem kompletten Kader an, auch die zuletzt grippekranken Marcel Seegert und Valmir Sulejmani gehörten zum blau-schwarzen Tross, nachdem sie am Morgen noch einen Medizincheck hinter sich gebracht hatten. Seegert streckte beim Einsteigen in die Kabine demonstrativ den Daumen nach oben, das Duo wird an den ersten Tagen nun noch entsprechend geschont.

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Ebenfalls mit dabei war Angreifer Kevin Koffi, der beim Trainingsauftakt am Samstag noch gefehlt hatte. Bei ihm gab es wegen einer streikenden Fluglinie Probleme mit der Rückreise aus Afrika. Bei der zweiten Trainingseinheit am Sonntag war er dann aber wie geplant dabei. Auch die beim Sparkassen-Cup in der Ketscher Neurotthalle eingesetzten Spieler, die im Viertelfinale gegen Victoria Bammental im Neunmeterschießen ausschieden (5:6), kehrten am Sonntag ins Mannschaftstraining zurück.

Der Schwerpunkt lag dabei im läuferischen Bereich, auf dem überaus holprigen Platz im Seppl-Herberger-Stadion war ohnehin nicht an viel mehr zu denken. „Das ist keine Basis hier, auch da müssen wir im Verein besser werden. Es nützt nicht nur, wenn du die Mannschaft verbesserst, sondern da müssen wir auch im Komplettpaket weiterkommen“, blickte Trainer Trares auf das unebene Grün und war froh, den Untergrund nun mit den Plätzen an der türkischen Riviera in Gündogdu/Side tauschen zu können.

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Ob dort noch ein Winterneuzugang präsentiert werden kann, wollte Coach Trares nicht ausschließen. „Das ist alles denkbar“, sagt der 54-Jährige. Er betonte allerdings, dass keine kurzfristigen Lösungen bis zum Saisonende angedacht seien. „Das muss dann schon perspektivisch und saisonübergreifend sein“, sagte Trares. Schließlich kämen mit Sulejmani, Gouaida und Raffael Korte drei Spieler aus längeren Verletzungspausen zurück, die praktisch wie Neuzugänge zu werten seien. Zudem soll das Mannschaftsgefüge nicht destabilisiert werden.

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„Wir haben in der Hinrunde viel über das Team kompensieren können und das hat die Mannschaft in ihrer Geschlossenheit und Energie auch ausgemacht. Das wollen wir beibehalten“, betonte der Waldhof-Coach.

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Redaktion Sportredakteur, Schwerpunkte SV Waldhof, Rhein-Neckar Löwen.