Fußball-Landesliga - Abteilungsleiter Paschaloglou zweifelt an Fortsetzung der Saison / Gespräche mit Routinier Beyazal Neckarauer zwischen Hoffen und Bangen

Von 
Reiner Bohlander
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Hinter dem Verbleib von Ugur Beyazal, hier Mitte Oktober gegen FK Srbija Mannheim, steht noch ein Fragezeichen. © Berno Nix

Mannheim. Die Corona-Pandemie hat den Fußball lahmgelegt. Doch hinter den Kulissen der Clubs wird weiter hart gearbeitet. Auch der VfL Kurpfalz Neckarau plant für den Neustart – selbst wenn Lacky Paschaloglou, der Fußball-Abteilungsleiter, nicht mehr mit der Fortsetzung der aktuellen Saison rechnet.

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„Wir haben mit den Spielern erste Gespräche wegen der nächsten Spielzeit geführt. Es sieht so aus, dass wir keine gravierenden Veränderungen haben werden“, sagt Paschaloglou. Auch das gleichberechtigte Trainertrio des VfL Kurpfalz wird aller Voraussicht nach bleiben. Richard Weber, Feytullah Genc und Bernd Wigand seien sich einig, so der Abteilungsleiter, der betont: „Jetzt, da auch bald der neue Kabinentrakt in unserer Sportanlage im Waldstadion fertig ist, ist der Verein glänzend aufgestellt.“

In den vergangenen fünf Jahren habe man vor allem in der Jugend „die Löcher, die wir hatten, zugemacht“, betont Paschaloglou. Die Juniorenteams spielen allesamt in der Verbandsliga. Was genau in die Philosophie der Neckarauer passt. „Wir hatten uns damals das Ziel gesetzt, nicht wahllos Spieler aus dem Umkreis zu verpflichten, sondern wieder ein echter Ausbildungsverein zu werden. Und da sind wir auf einem super Weg. In der aktuellen Saison haben wir schon fünf A-Junioren in die Erste integriert, das wird auch in der nächsten Spielzeit klappen“, ist der Abteilungsleiter überzeugt.

Paschaloglou macht klar, dass der baldige Aufstieg in die Verbandsliga das Ziel ist: „Ich will keinen Druck aufbauen, aber 2019 sind wir knapp in der Relegation gescheitert, die Mannschaft hat sich danach fußballerisch enorm entwickelt, wir spielen eine super Runde.“

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Eine personelle Baustelle im Landesligakader gibt es aber: Ob Routinier Ugur Beyazal den Neckarauern erhalten bleibt, ist offen. „Er ist nun in einem Alter, da denkt er über eine Trainerkarriere nach. Wir schauen gerade, ob es da Optionen gibt, würden ihn gerne behalten“, sagt Paschaloglou. Beyazal ist mittlerweile 37 Jahre alt. Der Mittelstürmer spielte unter anderem beim VfR Mannheim oder der SpVgg Neckarelz Verbands-, Ober- und Regionalliga. „Da gibt es natürlich einige gute Angebote für ihn“, gesteht Paschaloglou.

Dass die aktuelle Spielzeit noch zu Ende gebracht werden kann, glaubt er nicht mehr. „Wir haben jetzt Mitte Februar, Mitte März müsste es losgehen, wenn es noch Sinn machen soll. Die Frage ist ja, wie man das alles, wenn es wirklich weitergeht, bewerten soll. Die Vorrunde könnte theoretisch ja noch zu Ende gespielt werden“, sagt Paschaloglou, der betont: „Die Jungs hoffen jedenfalls alle, dass es weitergeht. Und sie wären auch absolut bereit für einen Neustart. Unsere Trainer haben nämlich während es zweiten Lockdowns einen super Job gemacht und machen ihn noch. Jeder Spieler bekommt fast täglich Anweisungen. Die Jungs wären bei einer Saisonfortsetzung sicherlich topfit.“

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Momentan liegen die Neckarauer in der Landesliga auf dem vierten Platz und haben nur drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC Türkspor Mannheim. Paschaloglou drückt auch der zweiten Mannschaft die Daumen: „Die haben in der vergangenen Saison knapp den Aufstieg in die A-Klasse verpasst. Jetzt sind sie wieder Erster. Wenn es einen Abbruch geben würde, wäre das fast schon ein bisschen tragisch.“

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