Stark im Sport - Luca Hoock vom 1. Minigolfclub Ladenburg trainiert vor einer Deutschen Meisterschaft bis zu zehn Stunden am Tag Mehr als 100 Bälle für das perfekte Spiel

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Peter Jascke
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Der 15-jährige Luca Hoock wurde in diesem Jahr mit der Spielgemeinschaft Inzlingen/Ladenburg Deutscher Team-Meister. © Michael Ruffler

Mannheim. „Es macht mir extrem viel Spaß und wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt“, sagt Luca Hoock über seinen Sport: das Minigolfen. Der 2004 geborene Vize-Landesmeister der badischen Schüler hat nämlich seine ersten zwölf Lebensjahre Tür an Tür mit den derzeitigen Landesliga-Spielern Frank Weygold und Karl-Heinz Eichert vom 1. Minigolfclub (MGC) Ladenburg gewohnt. Inzwischen ist Hoock mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester zwar in den Mannheimer Stadtteil Blumenau umgezogen. Der 15-Jährige bleibt seinem bisherigen Club in der Römerstadt aber weiterhin treu.

Luca Hoock

  • Geburtstag und -ort: 31. März 2004, Weinheim.
  • Eltern: Tanja (Einzelhandelskauffrau, 44 Jahre), Roland (Trockenbauer, 48) – Schwester: Alina (11).
  • Schule: Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH), ab September 9. Klasse.
  • Am liebsten online bei: WhatsApp, Instagram, Snapchat.
  • Vorbild: Marcel Noack (1. MGC Mainz).
  • Größter Wunsch: „Ich würde gerne Deutscher Meister sein, für die Nationalmannschaft auflaufen oder eine 18 bei einem Turnier spielen.“ 
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Einer seiner größten Träume ist es, einmal bei einem Turnier eine 18 zu spielen. Das bedeutet, den Ball an allen Bahnen mit jeweils nur einem einzigen Schlag, also einem Ass, einzulochen. „Man muss dafür viel trainieren, sich immer verbessern wollen und ehrgeizig sein“, verrät der baldige Neuntklässler der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH). Er selbst benötigt bereits nur noch 21 bis 24 Schläge. Logisches Denken und räumliches Vorstellungsvermögen bringt er mit. So sind auch seine Lieblingsfächer neben Englisch an der IGMH Mathematik und Informatik. „Man muss sich auf den Schlag konzentrieren können und zuvor den richtigen Ball ausgewählt haben“, erklärt Hoock, worauf es außerdem ankommt. Mehr als 100 Bälle besitzt er, um für jede Bahn, jeden Belag und jedes Wetter gewappnet zu sein.

„Das ist eine Wissenschaft für sich“, weiß der Jugendliche. Von sich aus spricht Hoock ein weiteres spezifisches Thema an: „Viele sehen Minigolf nicht als Sport an.“ Wie reagiert man auf eine solche Ansicht? Hoocks selbstbewusste Antwort: „Ich sage dann: Geht Ihr erst mal zu Deutschen Meisterschaften!“

Inzwischen, so Hoock weiter, würde es zumindest sein persönliches Umfeld akzeptieren und anerkennen, dass es anstrengend sei, täglich bis zu zehn Stunden für eine Deutsche Meisterschaft zu trainieren. Nachdem er im vergangenen Jahr bereits Platz zwei erreicht hatte, ist er nämlich 2019 im Team mit seinem Vereinsfreund Sebastian Heckmann aus der vierköpfigen Spielgemeinschaft Inzlingen/Ladenburg Deutscher Meister geworden.

Drei Beinbrüche beim Fußball

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In der Mannschaft herrscht gesunde Rivalität: „Bei einem Turnier ist mein Ehrgeiz geweckt, da will ich die Einzelwertung gewinnen“, sagt Hoock. Nach kurzer Pause fügt er hinzu: „Aber Hauptsache einer von uns Ladenburgern ist vorne, damit der Erfolg im Verein bleibt.“ Früher spielte er Fußball. Doch nach drei Beinbrüchen war dies auf dem erreichten Niveau nicht mehr möglich. Heute schlägt sein Herz fürs Minigolfen.