Fußball - Sandhausen hält sich an Lichtblicken fest Kleine Funken Hoffnung

Von 
Maximilian Wendl
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Sandhausen. Die Lage ist weiterhin prekär. Der SV Sandhausen steht auf einem Abstiegsplatz der 2. Fußball-Bundesliga und auch nach der Entlassung von Trainer Michael Schiele hat es nicht geklappt, die desaströse Auswärtsbilanz aufzupolieren. Aber: Die 1:2-Niederlage beim SC Paderborn dient dennoch als Mutmacher, denn die Schwarz-Weißen haben viele Eigenschaften auf den Platz gebracht, die es in der aktuellen Phase abzurufen gilt, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Die DNA des Clubs kam wieder zum Vorschein und damit hatte der SCP zeitweise große Probleme.

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Auch deshalb die Interimstrainern Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits das Team auf das richtungsweisende Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den VfL Osnabrück vorbereiten. „Die Mannschaft glaubt an Stefan Kulovits und Gerhard Kleppinger, das ist eine wichtige Erkenntnis. Beide haben viele Dinge richtig gemacht“, begründete Club-Chef Jürgen Machmeier.

Besar Halimi glänzt als Torschütze

Paderborns Sebastian Schonlau (rechts) im Kampf um den Ball mit Besar Halimi aus Sandhausen. © dpa-avis

Besonders in der ersten Halbzeit haben auch die Spieler eine ganze Menge richtig gemacht. Sie waren griffig in den Zweikämpfen, hin und wieder torgefährlich und standen in der Defensive kompakt. Kleppinger hatte im Vorfeld der Partie gesagt, er wolle der Mannschaft einen einfachen, aber guten Plan mitgeben. Dieser wurde in der 15. Minute durch die sehenswerte Direktabnahme von Besar Halimi veredelt. Der kosovarische Nationalspieler, der zu Saisonbeginn eigentlich hätte verkauft werden sollen, nimmt in Abwesenheit des verletzten Julius Biada aktuell eine wichtige Rolle ein. Nun glänzte er auch erstmalig in dieser Spielzeit als Torschütze.

Ebenfalls auffallend: Der SVS fiel nach dem Gegentreffer nicht sofort auseinander, sondern stemmte sich weiter als Einheit gegen den immer größer werdenden Druck der Ostwestfalen – auch wenn es am Schluss nicht reichte.

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Gegen den VfL Osnabrück, der auf dem 15. Platz liegt und bei dem Ex-SVS-Trainer Uwe Koschinat als Retter gehandelt wird, lautet die Zielvorgabe: Verlieren verboten. „Ich bin optimistisch. Wir müssen an diese positive Energie anknüpfen“, fordert Dennis Diekmeier. Doch auch der Kapitän weiß, dass die Luft zwölf Spieltage vor dem Saisonende immer dünner wird.

Fehlen wird gegen die Niedersachsen Aleksandr Zhirov, der sich in Paderborn die fünfte Gelbe Karte einhandelte.

Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.