Turf - Nach der Corona-Pause beginnt am Donnerstag mit einem Geisterrenntag die Saison auf der Seckenheimer Waldrennbahn Jockeys tragen einen Mund-Nasen-Schutz

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Sibylle Dornseiff
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Gesundheitsschutz hat oberste Priorität: Wie auf diesem Bild Ende Mai auf der Rennbahn Hoppegarten bei Berlin, wird es auch in Seckenheim aussehen. © dpa

Mannheim. An zwei Turf-Terminen ging gar nichts, am dritten Galopprenntag des Badischen Rennvereins Mannheim-Seckenheim können wenigstens die Trainer und Jockeys ihrem Beruf wieder nachgehen. Zuschauer bleiben am Donnerstag auf der Seckenheimer Waldrennbahn allerdings außen vor. „Selbstverständlich hat der Gesundheitsschutz absolute Priorität, allerdings ist in unserem Sport ein Körperkontakt zwischen den zweibeinigen Sportlern praktisch ausgeschlossen und die Infektionsgefahr deshalb gleich Null“, erläutert Stephan Buchner, der Präsident des BRV. „Außerdem werden sich maximal 80 Personen gleichzeitig auf unserem riesigen Areal aufhalten, und sie werden einen Mundschutz tragen. Dies gilt sogar für die Jockeys auf den Pferden.“

Renntag ohne Zuschauer

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Die Turffreunde können die neun Rennen, die mit 116 Nennungen auf enorme Resonanz stießen, aber über einen kostenfreien Livestream unter www.deutscher-galopp.de oder www.badischer-rennverein.de verfolgen. Da der Renntag wegen fehlender Eintritts- und Sponsorengelder wirtschaftlich eine Gratwanderung ist, hoffen die Veranstalter auf reges Wettinteresse von außen. Immerhin schicken die drei lokalen Rennställe von Profi Marco Klein sowie der Besitzertrainer Horst Rudolph und Michael Alles an Fronleichnam 16 Galopper an den Start.

„Wir hatten 2020 teils vor, teils nach der Corona-Pause schon acht Siege, 13 zweite Ränge, 80 Prozent unserer Pferde waren platziert. Ich bin in der Statistik der Trainer die Nummer fünf unter 150, Tommaso Scardino in der Liste der Jockeys die Nummer vier“, ist Klein mit dem Verlauf der bisherigen Saison trotz aller Widrigkeiten hochzufrieden. Natürlich hat er auch beim Renntag auf der heimischen Bahn heiße Eisen im Feuer. So hält er einen Sieg für Gabriele Gauls fünfjährigen Earl im Ausgleich III über 1400 m überfällig, seine neue Stute Etoile Diamante läuft erstmals auf der kurzen Distanz. Im Ausgleich III über 2500 m ist Kleins Stall vierfach vertreten. Große Hoffnungen setzt er auf die sechsjährige Smentana, die kürzlich in München gewann und in Mannheim erneut von Hana Mouchova geritten wird. Auch Gabriele Gauls Pietraia sollte gut mit dabei sein. Der vierjährige Future Hollow misst sich bei seinem zweiten Start für Klein unter Stalljockey Scardino erstmals auf den 2500 Metern. „Wenn es nicht zu warm ist, sollte auch Kitaneso eine gute Rolle spielen. Er hat noch immer große Lust am Laufen“, ist Klein nach wie vor seinem eigenen neunjährigen Oldie begeistert. Seine größte Siegfavoritin schickt er im Ausgleich IV über 2500 m ins Rennen. „Thunder Light war bei sechs Starts dreimal Erste und dreimal Zweite. Sie ist am Donnerstag mein Mumm-Pferd.“

Rudolph setzt auf Irukandji

Was Thunder Light für Klein, ist Irukandji im Ausgleich IV über 2500 m für Horst Rudolph. „Ich habe ihn seit Dezember, er ist in Baden-Baden erstmals gelaufen und hat sofort gewonnen“, hält der Besitzertrainer viel vom vierjährigen Wallach. Seine anderen Galopper haben lange pausiert, doch von Candy Sweet erhofft er sich etwas im Preis des Rennstalls Klein über 1900 m. Den sechsjährigen Furous und die gleichaltrige Sarayu setzt er probeweise auf für sie neuen Strecken ein: den Wallach über 1400 m, die Stute über 2500 m.

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In diesem Preis des Rennstalls Rudolph bringt Besitzertrainer Michael Alles den Wallach Ensign Ewart an den Start, im Ausgleich IV (1900 m) die Stute Any Smile.

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