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Tennis

Heimnimbus ist Geschichte

Das 2:4 gegen den TK Kurhaus Aachen ist für Grün-Weiss Mannheim die erste Niederlage auf eigenem Platz seit sechs Jahren

Von 
Jörg Aberle
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Mannheim. Das hat es lange nicht mehr gegeben in Mannheim: Am Ende jubelten die Gäste aus Aachen über einen knappen 4:2-Auswärtserfolg und beendeten damit eine außergewöhnliche Serie von Grün-Weiss Mannheim in der Tennis-Bundesliga. Die letzte Heimniederlage des amtierenden deutschen Meisters auf sportlichem Wege datierte vom 8. Juli 2016 – damals verlor die Mannschaft zuletzt auf eigener Anlage gegen den Gladbacher HTC. Und auch diesmal hätte Grün-Weiss auf den letzten Drücker noch ein Remis erringen können, doch das Duo Robin Kern/Maximilian Marterer unterlag dem Aachener Spitzendoppel Tim Pütz/Hugo Nys nach bemerkenswerter Leistung im Match-Tiebreak mit 5:10.

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„Es ist eine sehr unglückliche Niederlage. Wir hätten zumindest ein Unentschieden verdient gehabt“, resümierte Teamchef Gerald Marzenell, der vor allem den drei verloren Match-Tiebreaks nachtrauerte.

Von Beginn an unter Druck

Bernabe Zapata Miralles kämpfte für Grün-Weiss diesmal vergeblich. © PIX

Der Knackpunkt für die spätere Heimschlappe war sicher die überraschende Niederlage von Bernabe Zapata Miralles gegen Benjamin Hassan (Weltranglistenplatz 306.). Statt mit einer Führung im Rücken hieß es gleich einem Rückstand hinterherzulaufen. „Es war ein schweres Spiel für mich. Ich habe mich heute nicht so wohl gefühlt auf dem Platz. Benjamin hat aggressiv gespielt und kaum Fehler gemacht“, analysierte der Spanier sein Match, in dem ihm nach eigenem Aufschlag die knallharten Returns des Aacheners nur so um die Ohren flogen. Zudem streute Hassan immer wieder gefühlvolle Stopps ein, auf die Zapata Miralles keine Antwort hatte. Da klatschten neben Mannheims Weltranglisten-81. auch die zeitweise 2300 Zuschauer anerkennend Beifall. Kurz danach hatte Talent Max Rehberg in einem offenen Duell gegen den 35-jährigen Italiener Matteo Viola im Match-Tiebreak das Nachsehen. Zunächst dominierte der Routinier den ersten Durchgang, dann drehte Rehberg auf und sicherte sich Satz zwei. Im Match-Tiebreak entschieden dann Kleinigkeiten – wieder zuungunsten von Grün-Weiss. „Max hat auch heute wieder eine sehr gute Leistung abgeliefert. Das Quäntchen Glück war nicht auf seiner Seite. Es war bestimmt nicht sein letztes Spiel in dieser Saison“, stärkte Marzenell dem 18-Jährigen direkt den Rücken.

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Nach seinem Viertelfinal-Aus im finnischen Tampere am Freitag folgte für Maximilian Marterer am Sonntag in Mannheim gleich der nächste Rückschlag. Gegen Martin Cuevas musste der 27-Jährige eine deutliche Zwei-Satz-Niederlage hinnehmen. Letztlich gelang in den Einzeln nur Federico Delbonis ein Sieg gegen Gianluca Mager. „Ich habe gut ins Spiel hineingefunden und ein stabiles Match gespielt. Am Ende habe ich mein bestes Tennis gespielt und meine Hausaufgaben erledigt“, sagte der Argentinier, der mit seinem Erfolg eine Niederlage bereits nach den Einzeln verhinderte. Im umkämpften zweiten Satz behielt Linkshänder Delbonis die Nerven und seine starke Vorhand machte den Unterschied zum nicht aufsteckenden Italiener aus. Um den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen, benötigte Mannheim zwei Siege im Doppel. Während Delbonis/Zapata Miralles ihre Aufgabe souverän lösten, fanden Kern/Marterer ihren Meister in den Ausnahmekönnern Tim Pütz, Nummer 15 der Doppelweltrangliste, und Hugo Nys (61.).

Mit der zweiten Niederlage in Folge rutschte Grün-Weiss auf Platz sechs ab. Am nächsten Sonntag kann Mannheim im Heimspiel gegen Rosenheim (11 Uhr) eine neue Heim-Serie starten.

Redaktion

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