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Tennis

Grün-Weiss setzt auf den Heimvorteil

Gegen Kurhaus Aachen will der Bundesligist am Sonntag einen weiteren Verfolger auf Distanz halten

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jab
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Kevin Krawietz (rechts) zählt bei Grün-Weiss zu den Doppel-Spezialisten, legte zuletzt in Gladbach aber auch einen starken Einzel-Auftritt hin. © Sascha Schneider/Pix

Mannheim. Auch in dieser Woche hatte Mannheims Teamchef Gerald Marzenell seine Augen und Ohren wieder auf den Tennisplätzen in ganz Europa und beobachtete intensiv die Spiele und Ansetzungen seiner Schützlinge. Denn die Spieler von Grün-Weiss sind und waren bei den Turnieren zwischen dem finnischen Tampere, Hamburg und dem schweizerischen Gstaad zahlreich vertreten – und das überwiegend mit Erfolg. Erfolge, die Marzenell nicht im Geringsten stören, auch wenn dadurch die Teilnahme einzelner Spieler am Sonntag (11 Uhr) im Bundesliga-Duell gegen Kurhaus Aachen am seidenen Faden hängt.

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„Je besser die Spieler bei Turnieren abschneiden, umso mehr Selbstvertrauen haben sie. Am liebsten ist es mir, alle spielen im Halbfinale, Finale oder gewinnen ein Turnier, weil sie dann auch für die Liga wertvoll sind“, erklärt Marzenell seine Sicht auf das laufende Turniergeschehen.

Während in Tampere Maximilian Marterer und Gerald Melzer noch am Freitag im Viertelfinale standen, erreichte auch Pedro Martinez die Runde der letzten Acht in Gstaad. Dominic Thiem zog dort sogar ins Halbfinale am Samstag ein. „Ich gönne jedem Spieler den maximalen Erfolg bei den Turnieren, auch wenn sie dann nicht in Mannheim spielen können“, weiß Marzenell, dass die Zeit bis zum Spieltag immer knapper wird und bei den aktuell schwierigen Reisebedingungen in Europa Einsätze dieser Spieler von Tag zu Tag immer unwahrscheinlicher werden.

Sicher planen kann Marzenell bereits mit dem Dauerbrenner Bernabé Zapata Miralles sowie dem Argentinier Federico Delbonis, der im Achtelfinale in Gstaad ausgerechnet an Mitspieler Thiem scheiterte, daher schon am Freitag anreisen konnte und für das Duell gegen Aachen bereit steht.

Dann gilt es für Grün-Weiss wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Am vergangenen Sonntag gab es die erste Saisonniederlage in Gladbach und einen kleinen Dämpfer im Kampf um die oberen Tabellenplätze. „Nach vier Spielen stehen wir mit 5:3 Punkten da. Das ist eine sehr gute Leistung. Wir haben in den zwei Heimspielen gegen Aachen und Rosenheim alle Chancen, uns unter den ersten drei festzusetzen. Das ist das Ziel“, will Marzenell den Heimvorteil nutzen und nicht erneut einen Konkurrenten an sich vorbeiziehen lassen. Aachen steht, wie zuvor Gladbach auch, nur einen Punkt hinter Grün-Weiss.

Krawietz empfiehlt sich als Option

Sollte es wider Erwarten doch noch einen Engpass bei der Aufstellung geben, wäre ein Spieler eine Option, den man so gar nicht mehr auf dem Zettel hatte: Bei der 2:4-Niederlage beim Gladbacher HTC legte Doppel-Spezialist Kevin Krawietz trotz Niederlage einen blitzsauberen Auftritt im Einzel gegen den Slowaken Andrej Martin hin. „Ich war nicht überrascht von seiner tollen Leistung. Ich wusste, dass Kevin das Level von Top-100-Spielern spielen kann. Das kann er immer noch, auch wenn er auf der Tour nur im Doppel unterwegs ist“, sprach Marzenell dem zweifachen Grand-Slam-Sieger Krawietz ein großes Kompliment aus. Der 30-Jährige schied am Donnerstag mit Doppelpartner Andreas Mies in Hamburg aus. Auch das wird Marzenell genauestens verfolgt und aufmerksam registriert haben. jab

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