Turf - BRV-Präsident Stephan Buchner zeigt sich mit dem Geister-Renntag zum Saisonauftakt in Seckenheim zufrieden – doch die Zuschauer fehlen allen Beteiligten „Die Stimmung war schon eigenartig“

Von 
Sibylle Dornseiff
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Im Preis des Rennstalls Rudolph feierte Jozef Bojko auf Ensign Ewart (l.) den Sieg. Für Favorit Thunder Light (Jockey: Tommaso Scardino) blieb Rang zwei. © Michael Ruffler

Mannheim. Der Livestream von der Seckenheimer Waldrennbahn funktionierte perfekt, war informativ und bot auch ohne Zuschauer vor Ort Nervenkitzel. „Umsatz, Wetten und Organisation waren sehr gut, aber die Stimmung war schon eigenartig“, schilderte Stephan Buchner, Präsident des Badischen Rennvereins Mannheim-Seckenheim, seine Gefühle beim Geister-Renntag. „Das ist eine Erfahrung, die man nicht auf Dauer haben muss, auch wenn es rennsportlich toll war.“

Mannheim „Geisterrenntag“ auf der Waldrennbahn

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Dazu trugen mit einem Sieg, zwei zweiten Plätzen, einem dritten Rang sowie drei Galoppern in den Geldpreisen auch die Lokalmatadore von den Ställen Marco Klein, Horst Rudolph und Michael Alles bei.

Zwar musste sich im Preis des Rennstalls Rudolph Kleins Topfavoritin Thunder Light mit Rang zwei begnügen, aber mit dem bereits zweiten Erfolg in diesem Jahr für Ensign Ewart von Besitzertrainer Alles blieb der Sieg in Mannheim. Dessen Plan, den Profis ein Schnippchen zu schlagen, ging auf den 2500 Metern voll auf. Der fünfjährige Wallach mit Jozef Bojko im Sattel wurde zwar kurz vor dem Ziel noch einmal hart von Thunder Light und Kleins Stalljockey Tommaso Scardino bedrängt, behielt aber die Nase knapp vorn. Als Vierter hielt sich der eigentlich auf längeren Strecken stärkere Bergadler (Klein) sehr gut.

Klein sieht gute Bilanz

Von den vier Trümpfen, die Klein im No-to-Racism-Rennen (Ausgl. III, 2500 m) aufbot, stach zwar keiner, doch Future Hollow empfahl sich bei seinem zweiten Start für seinen Coach für weitere Aufgaben. Die lange Distanz war ein Test, bis zur Zielgeraden lag der Hengst mit Scardino im Sattel auch klar in Führung. „Er hat konditionell einen Schub gemacht“, war Klein dennoch mit dem Vierjährigen zufrieden (8.). Dessen Stallgefährtin Smentana wurde noch Fünfte „Man kann nicht an jedem Renntag gewinnen, aber unsere Bilanz ist gut. Thunder Light hat toll gekämpft, auch Bergadler hat mir richtig gut gefallen. Earl hatte Pech, dass er zu weit nach außen getragen wurde und nicht mehr rankam“, analysierte er den Lauf des fünfjährigen Wallachs von BRV-Mitglied Gabriele Gaul im Ausgleich III (1400 m).

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Auch ohne Sieg zog Besitzertrainer Horst Rudolph eine positive Bilanz. „Pissarro hatte heute Lust, das hat er nicht immer“, ließ er sich vom neunjährigen Wallach überraschen. Mit Jockey Fabian Weißmeier rollte der Oldie auf den 1900 m im Wettstar-Preis das Feld von hinten auf und wurde hinter Topfavorit Heatherdown/Lukas Delozier noch Zweiter. Für eine weitere Überraschung sorgte Furous mit Platz drei im Ausgleich IV über 1400 m.

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