Eishockey - Jungadler landen beim DEL Junior Cup auf Rang drei Bronze dank furioser Aufholjagd

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Andreas Martin
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Der Anschlusstreffer von Oleg Tschwanow weckte bei den Jungadlern im Spiel um Platz drei neue Kräfte. Florian Elias eilt zum Jubeln heran. © Binder

Mannheim. Am Ende des DEL Junior Cups jubelten in der Nebenhalle Süd der SAP Arena erneut die Frölunda Indians aus Göteborg. Mit einem 2:1-Finalsieg (0:1, 1:0, 1:0) über den HC Sparta Prag verteidigte das Eishockey-Team aus Schweden bei der vierten Auflage des U-20-Nachwuchsturniers seinen Titel.

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Die Jungadler Mannheim gewannen dank eines furiosen Schlussdrittels das Spiel um Platz drei gegen das St. Andrew’s College aus Aurora (Kanada) mit 5:2 (0:1, 0:1, 5:0). Sie sicherten sich damit erneut den Bronzeplatz, den der deutsche Nachwuchsmeister bereits 2016 und 2018 erreicht hatte. 2017 scheiterten die Mannheimer Talente erst im Finale mit 2:3 an Jaroslawl.

Zufriedener Fischöder

„Es geht bei diesem Turnier nicht darum, jedes Spiel zu gewinnen, sondern wir suchen die Herausforderung, uns in der Saisonvorbereitung mit internationalen Top-Mannschaften zu messen. Wir wollen sehen, wo wir aktuell stehen – und damit bin ich durchaus zufrieden“, erklärte Frank Fischöder.

Dem Jungadler-Trainer gefiel im Spiel um Platz drei besonders, dass sein Team die Partie nach einem 0:2-Rückstand noch drehte. Der 1:2-Anschlusstreffer von Oleg Tschwanow in Überzahl (42.) ließ den Knoten platzen. Nun spielten die Hausherren wie entfesselt, die zuvor viele Chancen liegengelassen hatten. „Das lag auch daran, dass wir endlich angefangen haben, richtig aufs Tor zu schießen“, fand Fischöder seine Jungs in den ersten beiden Dritteln nicht konsequent genug.

Es geht Schlag auf Schlag

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Bis zum 2:2-Ausgleich von Lukas Ribarik (47.) dauerte es zwar ein wenig, doch dann ging es mit den Treffern von John Broda zum 3:2 (47.) und Tim Detig zum 4:2 (50.) Schlag auf Schlag. Nach überragender Vorarbeit von Fabrizio Pilu nahm Florian Elias mit seinem Überzahltor zum 5:2 (57.) den Kanadiern endgültig den Wind aus den Segeln.

„Wir haben im letzten Drittel gezeigt, was wir wirklich können“, ist dem neuen Jungadler-Kapitän Jan-Luca Schumacher bewusst, dass es darum geht, Fehler zu minimieren. So scheiterten die Blau-Weiß-Roten wie im Vorjahr im Halbfinale an den Frölunda Indians, die die Mannheimer Fehler beim 7:1 (1:1, 2:0, 4:0)-Sieg gnadenlos bestraften. „Frölunda ist uns etwas voraus. Die anderen Teams sehe ich mit uns auf einem Niveau“, bilanzierte Fischöder. 

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