Handball - Die Drittligisten TV Großsachsen und SG Leutershausen begrüßen das Vorgehen des DHB und schließen auch die Teilnahmen an einer Aufstiegsrunde aus Bergsträßer Duo geht von Saisonabbruch aus

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bk/ü
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Auch Großsachsens Patrick Buschsieper (li.) muss derzeit pausieren. © Nix

Hirschberg/Region. Nachdem Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbundes (DHB) gemeinsam beschlossen haben, dass der Spielbetrieb in der 3. Liga der Männer und Frauen sowie in der Jugend-Bundesliga bis zum 28. Februar ausgesetzt bleibt, fand sazu nun noch eine Videokonferenz mit den Vereinen statt. Daran nahmen auch die SG Leutershausen und der TVG Großsachsen teil. Ende Januar will der DHB dann endgültig entscheiden, ob die laufende Spielzeit überhaupt noch einmal fortgesetzt wird. Wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen in der Corona-Pandemie sei das sehr unsicher.

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Der DHB hat daher zwei Alternativen vorgestellt, die aktuell noch in der Diskussion sind. „Die Vereine wurden zwar vor Bekanntgabe der Entscheidung nicht direkt eingebunden, der DHB hat aber gut gearbeitet und aus unserer Sicht richtig entschieden“, erklärte Mark Wetzel, Sportlicher Leiter der SG Leutershausen, auf Nachfrage. An der erneuten Aussetzung bis einschließlich 28. Februar habe es keine Zweifel gegeben. Danach bestünde die Möglichkeit, Anfang März mit der Vorrunde weiterzumachen. Sollte der Pandemie-Verlauf bis Ende Januar jedoch zeigen, dass dies voraussichtlich nicht möglich sei, werde es als Alternative einen Abbruch und quasi eine Annullierung der Saison 2020/21 ohne Ermittlung von Absteigern geben.

Die „einzig richtige Entscheidung“

„Diese Lösung bevorzugen wir“, sagte Wetzel. „Und tendenziell rechne ich auch damit, dass es so kommen wird. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Saison im März noch einmal angepfiffen wird.“ Tritt dieser Fall ein, wird es also keine Absteiger in den 3. Ligen geben. Den Vereinen, die noch um den Aufstieg spielen wollten, werde es freigestellt, eine Play-off-Runde zu bestreiten. „Wir würden daran Stand heute nicht teilnehmen“, betonte Wetzel. „Das wäre aus meiner Sicht auch ein falsches Signal.“ Ferner werde es allen Vereinen freigestellt, staffelintern noch Spiele ohne Wertung organisieren zu können, sofern die Saison tatsächlich abgebrochen wird.

Die gegenwärtige Unterbrechung bis zum 28. Februar ist auch für Thomas Zahn, Sportlicher Leiter des TVG Großsachsen, „alternativlos“. Es sei die „einzig richtige Entscheidung“ gewesen. „Auch wenn wir uns etwas gewundert haben, dass der DHB den Beschluss schon kommuniziert hat, bevor mit den Vereinen direkt gesprochen worden ist. Die Situation lässt aber einfach keine andere Entscheidung zu.“

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Auch Zahn glaubt nicht daran, dass nach einem mindestens dreiwöchigen Trainingsvorlauf ab März noch einmal um Punkte gespielt werden kann. Eventuell könne im April oder Mai noch eine Aufstiegsrunde für die Mannschaften durchgeführt werden, die aufsteigen wollten. „Es gibt Vereine, die viel Geld in die Hand genommen haben, um aufzusteigen. Ihnen sollte man auch die Chance geben“, sagte Zahn. „Für uns ist das völlig irrelevant.“

Wichtig sei für die meisten Drittliga-Vereine vielmehr, dass es bei einem Abbruch keine Absteiger geben wird. „So ist es ohne Konsequenzen möglich, den Spielbetrieb für diese Saison einzustellen“, lobte Zahn. „Der DHB hat damit den Spagat geschafft, es allen Vereinen recht zu machen.“

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Über den endgültigen Umgang mit der Saison 2020/21 in der 3. Liga wollen die zuständigen DHB-Gremien also spätestens Ende Januar eine Entscheidung treffen. bk/ü