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Handball - Bezirksoberligist befindet sich im Umbruch / Trainer Achim Schmied und sein Team gehen Aufgaben mit viel Energie an

Perspektiven statt Panik beim TV Lampertheim

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Tim Pfendler ist eines von vielen Eigengewächsen, auf die der TV Lampertheim in der Bezirksoberliga baut. © Berno Nix

Lampertheim. Bei den Bezirksoberliga-Handballern des TV Lampertheim läuft es noch nicht rund. Nach vier Spieltagen haben die Spargelstädter zwar 4:4 Punkte auf dem Konto, doch davon wurden zwei nachträglich „gutgeschrieben“, weil dem Gegner ESG Crumstadt/Goddelau ein Formfehler unterlaufen war. Das Spiel hatte der TVL mit 25:34 verloren und entsprechend will auch Trainer Achim Schmied die Ausbeute vor dem spielfreien Wochenende nicht schönreden. „Nicht nur, dass wir gerne echte 4:4 Punkte hätten. Die Art und Weise wie wir gegen Crumstadt und zuletzt gegen Fürth verloren haben, das war nicht schön“, blickt er auf die jüngste 19:35-Schlappe zurück.

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Dass man in Lampertheim keineswegs in Panik verfällt, liegt an einigen ganz jungen Akteuren. Aus der eigenen Jugend kamen Justus Fröhlich, Wim Größler, Alex Kühr, Robin Kettler und Tim Pfendler – alle Jahrgang 2000. Außerdem sind da noch Tobias Hedderich (Jahrgang 2001) und Nicolas Thamm (1999).

„Natürlich verlieren wir nicht gerne, vor allem nicht so, wie in Fürth“, erklärt Pfendler stellvertretend für seine „jungen Wilden“. Der Rückraumspieler, der am liebsten die Spielmacherposition einnimmt, derzeit aber vor allem im linken Rückraum aufläuft, weiß, „dass wir eine schwere Saison vor uns haben. Wenn wir diese aber ordentlich absolvieren und im Idealfall unter die ersten Sieben und damit in die Aufstiegsrunde kommen, haben wir eine sehr gute Grundlage für die darauffolgende Spielzeit“, ist der 21-Jährige überzeugt. Der Lehramtsstudent (Sport/Englisch) ist eines der echten Eigengewächse. Mit drei Jahren begann er bei den Bambini des TVL, durchlief alle Jugendmannschaften und spielte mit der C-Jugend in der Oberliga, avancierte zum Hessenauswahlspieler und schon früh war den jetzigen Männertrainern Achim Schmied und Thorsten Jakob klar: Da kommen einige richtig gute Jungs nach, die es an die Bezirksoberliga-Mannschaft heranzuführen gilt.

Lob für fließenden Übergang

„Thorsten Jakob vor allem, aber zeitweise auch Achim Schmied haben uns ja auch teilweise schon in der Jugend trainiert. Das hat den Übergang in den Aktivenbereich nun für uns alle deutlich erleichtert“, erzählt Pfendler. „Ich muss sagen, dass wir mit Achim auch genau den richtigen Männertrainer haben. Er hat uns ganz früh ins Training eingeladen und uns eingebaut, uns das Gefühl gegeben, dass wir schon dazugehören. Er hat uns aus der Jugend quasi abgeholt. Das war ein fließender Übergang“, so der Rückraumspieler, der inzwischen selbst gemeinsam mit Gero Nieter die männliche A-Jugend in der Bezirksliga coacht.

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„Zum einen will ich meinem Stammverein auf diese Weise etwas zurückgeben. Zum anderen möchte ich auch die Trainerlaufbahn einschlagen und perspektivisch die entsprechenden Trainerlizenzen erwerben“, erklärt Pfendler, der zwar in Mainz studiert, aber nach wie vor in Lampertheim wohnt. Kurzfristig sieht der 21-Jährige auf seine Mannschaft zwar schwere, aber nicht unlösbare Aufgaben zukommen: „Uns fehlt bislang noch die Konstanz über 60 Minuten. Wir haben zu häufig Durchhänger, die von den erfahrenen Bezirksoberligisten bestraft werden. Hinzu kommt, dass wir in den meisten Spielen körperlich unterlegen sind“, weiß auch Pfendler, dass es noch nicht rund läuft.

„Wir lernen aber von Spiel zu Spiel und haben das große Plus, dass wir ein verschworener Haufen sind. Zudem denke ich schon, dass wir uns mit unserer offensiven Deckung und dem schnellen Spiel vor keinem Gegner verstecken müssen – wenn da nicht die Durchhänger wären“, blickt Pfendler auf die nächsten Aufgaben bis zur Weihnachtspause: Da geht es noch gegen den Titelkandidaten Rüsselsheim, zum Derby nach Heppenheim und es kommt die SG Arheilgen.

Zwei Punkte sind das Minimalziel aus diesen drei Partien, vier wären perfekt und würden die Hoffnung auf die Aufstiegsrunde, die ab Ende Februar ansteht, am Leben erhalten. „Und dafür werden wir alles geben“, verspricht Pfendler. Sein Trainer hört’s gerne: „Das sind alles wirklich gute Jungs und es macht Spaß mit Ihnen zu arbeiten. Aber so ein Umbruch braucht eben Zeit.“ 

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