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Handball - TSG Seckenheim startet mit zwei Wochen Verspätung und zurückhaltenden Zielen in die BW-Oberliga

Nachzügler mit Fragezeichen

Von 
Marcus Essinger
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Stella Gudenau bildet mit Sarah Kral-Meinhardt weiter das Torhüterinnen-Gespann bei der TSG Seckenheim. © Sörli Binder

Mannheim. Als letzte Mannschaft steigt am Sonntag die TSG Seckenheim in die neue Saison der Frauenhandball-Oberliga ein. Das Team von Trainer Siggi Oetzel ist zum Auftakt bei der SV Hohenacker-Neustadt gefordert, einer Mannschaft, die bereits zwei Siege eingefahren und damit kräftig Selbstvertrauen getankt hat. „Das ist sicherlich so“, gibt Oetzel zu, „aber für uns war es einfach notwendig, dass wir die ersten beiden Spiele nach hinten verschoben haben. Sonst wären einige Spielerinnen fast direkt aus dem Urlaub in die Runde gestartet“, erläutert der erfahrene Coach die Hintergründe für den „Spätstart“.

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So war die Vorbereitung der Seckenheimerinnen geprägt von Ausfällen. Immer wieder weilten Spielerinnen im Urlaub und zwangen den Trainer, seine Übungseinheiten anzupassen. „Inzwischen trainieren wir aber komplett und richtig gut“, sieht Oetzel große Fortschritte, die sich auch in den Ergebnissen der Testspielen widerspiegeln.

Ansteigende Formkurve

So zeigte sich die TSG bei einer Partie beim hessischen Oberligisten HSG Weiterstadt in glänzender Verfassung, gewann nach nur leichten anfänglichen Problemen klar mit 36:25. Eine woche zuvor unterlag Seckenheim noch der TSG Kandel. „Vorbereitungsspiele sind nie ein tatsächliches Abbild der Leistungsstärke. Aber insgesamt denke ich schon, dass wir wie geplant eine ansteigende Formkurve haben“, so Oetzel.

Zu den Aktivposten gegen Weiterstadt zählte die sechsfache Torschützin Saskia Hellberg. Die 18-Jährige war zuletzt in Hildesheim am Ball, zog wegen ihres Studiums nach Mannheim und hat sich der TSG angeschlossen. „Das war wirklich ein Glückstreffer“, freut sich Oetzel, dass er endlich wieder ein Linkshänderin für den rechten Rückraum hat. „Sie hilft uns auf alle Fälle weiter“, ist er von den Fähigkeiten überzeugt. „Zudem passt sie menschlich hervorragend ins Team, genauso wie Sophie Stenner“, spricht der Trainer den zweiten Neuzugang an, der ebenfalls wegen des Studiums in die Quadratestadt kam. Die 20-jährige Torhüterin kommt aus Nieder-Olm bei Mainz, spielte zuletzt bei der SG Bretzenheim, wird sich bei der TSG aber wohl erst einmal hinter dem etablierten Gespann Sarah Kral-Meinhardt und Stella Gudenau einreihen müssen. „Aber ich bin froh, dass wir einen Backup haben und sie zeigt im Training eine gute Leistung“, lobt Oetzel.

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Nicht mehr aktiv sind indes zwei langjährige Seckenheimer Leistungsträgerinnen: Nadine Titze beendete beruflichbedingt ihre Karriere, Nathalie Metz verletzungsbedingt. Zumindest vorerst werden auch noch Charlotte Denne (Examen) und Elena Weiser (Auslandsaufenthalt) fehlen. Beide werden erst nach dem Jahreswechsel wieder einsteigen. Auf Grund der Zu- und Abgänge und der langen Corona-Pause ist Oetzel mit seinem Saisonziel erstmal zurückhaltend und spricht vom Nichtabstieg.

„Vielleicht können wir die Situation in der Liga nach drei, vier Spielen aber besser einschätzen und dann nachjustieren“, so der Coach, der noch nachschiebt: „Hoffentlich nach oben.“

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