Handball - Badenligisten der Region arrangieren sich mit dem zweiten Saisonabbruch in Folge / Neue Runde rückt in den Fokus Entscheidung „wichtig für den Kopf“

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Mannheim. Die Handball-Saison 2020/21 ist im Amateurbereich Geschichte, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Die von der Ministerpräsidentenkonferenz und der Bundesregierung beschlossene Verlängerung des Lockdowns setzte den Automatismus in Kraft, den das Präsidium des Badischen Handball-Verband im Januar beschlossen hatte: Kann bis zum 25. Februar nicht mit dem Training unter Wettkampfbedingungen gestartet werden, dann wird die Saison nicht gewertet.

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Damit wird es im Bereich des Landesverbands nach dem Abbruch der vergangenen Runde im März nun zum zweiten Mal keine Absteiger geben und erstmals keine Aufsteiger.

Christian Müller ist froh, dass ein Neustart vom Tisch ist. © Berno Nix

Marco Dubois, Trainer des Handball-Badenligisten TV Friedrichsfeld, konnte im Herbst immerhin noch sechs Partien mit seinem Team absolvieren – die wenigsten Konkurrenten kamen auf eine solche Zahl. „Jetzt werden wir uns intern besprechen, ob wir noch eine echte Pause einlegen, nachdem wir uns zuletzt individuell noch fit gehalten haben. Ansonsten bleibt uns nur, abzuwarten. Wann wir wieder in die Halle dürfen, steht ja noch völlig in den Sternen.“

Ebenso wie beim TVF will man auch beim Liga-Konkurrenten SG Heddesheim, „sofort wieder beginnen, wenn wir es dürfen“, wie Trainer Mario Donat erklärt. „Ich denke, dass das nicht vor April oder Mai losgehen wird. Falls wir trainieren dürfen, werden wir es ähnlich gestalten wie im letzten Jahr und die Belastung nach der langen Pause langsam und allmählich hochfahren“, will Donat keinesfalls Verletzungen riskieren.

Behutsam neu heranführen

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Für Marcus Otterstätter, Coach des Frauen-Badenliga-Teams der SG Heddesheim steht fest, „dass wir mit dem Training anfangen, sobald wir wieder in die Halle dürfen“. Dass im September oder Oktober tatsächlich eine weitgehend normale Saison starten kann, davon geht Otterstätter aus: „Da bin ich optimistisch.“

Christian Müller, Trainer des Männer-Badenligisten TSV Amicitia Viernheim, sieht den nun feststehenden Saisonabbruch als „wichtig für den Kopf“ an. „Ich bin aber auch froh, dass jetzt ein möglicher Neustart mit einer Vorbereitung von gerade einmal drei Wochen, was nur sechs bis neun Trainingseinheiten gewesen wären, endgültig vom Tisch ist. Das wäre unverantwortlich gewesen“, so Müller.

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„Jetzt ist es fix und wir können uns zu hundert Prozent auf die neue Runde konzentrieren. Ich glaube, alle wissen, was nach dieser enorm langen Unterbrechung an Arbeit auf uns wartet. Das bedeutet auch, dass die Pause beendet ist, sobald Training wieder möglich ist“, will Christian Müller sein Team behutsam wieder an das Leistungsniveau vom letzten Herbst heranführen. me