Handball - Der verlängerte Lockdown beendet die Saison Alle Hoffnung liegt nun auf dem Herbst

Von 
Marcus Essinger
Lesedauer: 

Bergstraße. Gerade einmal ein Spiel fand in der Saison 2020/21 im Bereich des Handball-Bezirks Darmstadt statt: Dabei gewann die FSG Lola, die Spielgemeinschaft aus TV Lampertheim und Tvgg Lorsch, mit 23:10 in der Frauen-A-Liga gegen die SKG Roßdorf. „Das war schön“, erinnert sich FSG-Trainer Dieter Petermann zurück. Immerhin bleibt den Lolas diese Erinnerung an die die Saison, die nie wirklich startete und nach der durch die Ministerpräsidentenkonferenz und die Bundesregierung am Mittwochabend beschlossenen Verlängerung des Lockdowns und der weiter bestehenden Kontaktbeschränkung nun endgültig abgebrochen ist.

AdUnit urban-intext1

Die neuerliche Verlängerung des Lockdowns setzt die Regelungen in Kraft, die das Präsidium des Hessischen Handball-Verbands Anfang Januar beschlossen hatte: Kann bis zum 25. Februar nicht mit dem Training unter Wettkampfbedingungen gestartet werden, dann wird die Saison nicht gewertet. Damit wird es im Bereich des Landesverbands nach dem Abbruch der vergangenen Runde im März 2020 nun zum zweiten Mal keine Absteiger geben und erstmals keine Aufsteiger. Aber dieses Szenario ist bereits in den Durchführungsbestimmungen vorgesehen.

Erwartung hat sich bestätigt

Die FSG Lola, hier Marie-Christin Hafner (l.), absolvierte ein Spiel. © Strieder

Für die Handballer in der Region ist die nun herrschende Klarheit „eine Erleichterung“, wie auch Dennis Rybakov, Spielertrainer des Handball-Bezirksoberligisten Tvgg Lorsch, betont: „Jetzt wissen wir, woran wir sind, auch wenn schon länger niemand mehr damit gerechnet hat, dass es noch einmal losgehen könnte. Aber offiziell ist eben offiziell. Jetzt hoffen wir alle, dass es im Herbst wieder losgehen kann“, so Rybakov.

Mit dem Abbruch ist nun auch das Szenario eingetreten, das der Landesligist TV Groß-Rohrheim sich seit September wünschte: „Für uns war von Beginn an klar, dass die Saison in Zeiten der Pandemie nicht stattfinden sollte“, erklärt TVG-Trainer Tim Borger. Die Groß-Rohrheimer waren immer für einen Freundschaftsspielbetrieb unter Beachtung des aktuellen Infektionsgeschehens.

AdUnit urban-intext2

Nun gilt für die Trainer abzuwarten, wann es tatsächlich Lockerungen geben wird und ein Mannschaftstraining möglich sein könnte. Denn einig ist man sich, dass nach der extrem langen Pause ein behutsamer Wiedereinstieg nötig sein wird, um keine Verletzungen zu riskieren.

„Wir werden praktisch eine Vorbereitung vor der Vorbereitung brauchen, auch wenn sich alle individuell halbwegs fit gehalten haben“, glaubt auch Achim Schmied, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten TV Lampertheim, der schon im Herbst „größte Zweifel“ an einer Durchführung der Runde hatte. Dafür ist er nun optimistisch: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir im Mai oder Juni wieder mit dem einem Handball-Training – vielleicht noch mit Einschränkungen – beginnen können und dann bin ich auch zuversichtlich, dass wir irgendwann im Herbst wieder in eine reguläre Runde starten können.“

Freier Autor