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Fußball

Ziel von Aufsteiger Greuther Fürth: Klassenerhalt

Von 
Tim Eisenberger
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Fürth. Nach einem Zwischenspiel in der Saison 2012/13 kehrt der Spitzenreiter der ewigen Tabelle der Zweiten Liga nach neun Jahren in die Beletage zurück. Als Architekten des Erfolgs von Greuther Fürth gelten Trainer Stefan Leitl und der ehemalige Fürther Profi und jetzige Geschäftsführer Sport, Rachid Azzouzi. Das Ziel kann wie 2012/13 nur Klassenerhalt heißen.

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Hat in der Aufstiegssaison ordentlich gewirbelt: Dickson Abiama soll auch in der Bundesliga den einen oder anderen Treffer erzielen. © dpa

Welche Philosophie prägt den Fürther Kader?

Kaderveränderungen

Die Neuzugänge: Max Christiansen (Waldhof Mannheim, ablösefrei), Gideon Jung (Hamburger SV, ablösefrei), Nils Seufert (Arminia Bielefeld, ablösefrei), Jessic Ngankam (Hertha BSC Berlin, ausgeliehen), Elias Kratzer (Greuther Fürth II, ablösefrei), Mert-Yusuf Torlak (Greuther Fürth II, ablösefrei), Lasse Schulz (eigene Jugend, ablösefrei), Adrian Fein (Bayern München, Leihe), Justin Hoogma (TSG Hoffenheim/Leihe).

Die Abgänge: David Raum (TSG Hoffenheim, ablösefrei), Sebastian Ernst (Hannover 96, ablösefrei), Mergim Mavraj (Türkgücü München, ablösefrei), Paul Jaeckel (Union Berlin, ablösefrei).

Die Spvgg Greuther Fürth setzt auf die Jugend. „Wir hatten letzte Saison schon den jüngsten Kader, haben die meisten jungen Spieler eingesetzt“, sagt Azzouzi, der bisher nur eigene Nachwuchsspieler, Leihspieler oder ablösefreie Spieler verpflichtet hat. „Das ist unser Weg in Fürth. Wir wollen mit jungen, hungrigen Spielern arbeiten, die bei uns ihre Entwicklung vorantreiben möchten“, betont Azzouzi. Bestes Beispiel ist David Raum. Das Fürther Eigengewächs absolvierte im Aufstiegsjahr alle 34 Spiele, bereitete als Außenverteidiger 15 Tore vor und hat sich damit für höhere Aufgaben empfohlen. Raum wechselte ablösefrei zur TSG 1899 Hoffenheim.

Auf wen gilt es im aktuellen Kader zu achten?

Mittelfeldspieler Anton Stach, der mit der deutschen U-21-Nationalmannschaft im Sommer Europameister wurde, oder Stürmer Dickson Abiama, der als Joker in der Zweiten Liga bereits für viel Wirbel sorgte, könnten eine ähnliche Entwicklung nehmen wie David Raum. Die Geschichte Abiamas klingt wie ein Fußballmärchen. Vor drei Jahren spielte der Nigerianer noch in der Kreisliga, über die Landes- und Bayernliga schaffte der 22-Jährige den Sprung in den Fürther Kader – und jetzt in die Bundesliga. Ein spannender Neuzugang ist der von Hertha BSC ausgeliehen Jessic Ngankam. Trainer Stefan Leitl meint zum Neuen: „Er ist ein hochtalentierter Stürmer, der unsere Optionen im Sturm erweitert.“ Allerdings verletzte er sich in der Vorbereitung am Knie.

Wer steht hinter dem Fürther Erfolg?

Im Prinzip gibt es zwei Erfolgsgaranten. Seit Rachid Azzouzi, der selbst 156 Mal für die Grün-Weißen auf dem Feld stand, zurück ist am Ronhof, geht es bergauf. Nach dem Bundesliga-Abstieg kämpften die Fürther auch in der Zweiten Liga immer mal wieder um den Klassenerhalt. Mit der Ankunft des neuen Sportdirektors 2017 begann eine positive Entwicklung: Platz 15, Platz 13, Platz neun und jetzt Platz zwei. Azzouzi war es auch, der Anfang 2019 mit Trainer Stefan Leitl den zweiten Baumeister des Aufstiegs verpflichtete. „Wir könnten uns keinen passenderen Trainer für unsere Spielvereinigung vorstellen“, betonte Azzouzi bereits bei Leitls Vertragsverlängerung im November.

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Auf welches Spielsystem setzen die Fürther?

Häufig ließ Leitl sein Team defensiv in einer Viererkette agieren, davor setzte er auf eine Raute im Mittelfeld hinter zwei Stürmern. Diese Formation erlaubte es Außenverteidiger Raum, seine Rolle sehr offensiv zu interpretieren. Auch deshalb führte Raum die Zweitliga-Statistik bei den geschlagenen Flanken an. Im offensiven Mittelfeld konnte zudem Sebastian Ernst oft seine Torgefahr ausspielen. Beide waren Schlüsselspieler und müssen jetzt wie Paul Jäckel ersetzt werden. Der U-21-Nationalspieler, der ebenfalls häufig Teil der Mittelfeldraute war, wechselte im Sommer zu Union Berlin.

Was macht Hoffnung auf den Klassenerhalt?

Branimir Hrgota und Havard Nielsen bleiben in Fürth. Mit 16 Treffern und neun Torvorlagen war Hrgota der gefährlichste Stürmer der Franken. Der 28-jährige Schwede mit kroatischen Wurzeln hatte wohl auch andere Angebote, unterschrieb jetzt aber einen Vertrag bis 2024 bei den Fürthern. Der Norweger Nielsen kam neben Hrgota auf elf Tore und sechs Assists und verlängerte ebenfalls. Mittelfeld-Talent Adrian Fein wurde auf Leihbasis vom FC Bayern losgeeist. Für zunächst ein Jahr ebenfalls ausgeliehen wurde gerade Innenverteidiger Justin Hoogma. Der 23-jährige Niederländer kommt von der TSG Hoffenheim. Außerdem gibt es im Frankenland immer wieder Gerüchte um weitere Verstärkungen.

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