Fußball - Vor der Auslosung des Champions-League-Achtelfinales äußert BVB-Manager Zorc einen Wunsch / FC Bayern drohen Angstgegner Real oder Atlético

Wiedersehen mit Klopp unerwünscht

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dpa
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Der FC LIverpool mit Jürgen Klopp wäre ein möglicher BVB-Gegner. © dpa

Nyon. Selbstbewusstsein bei den Gruppensiegern FC Bayern und RB Leipzig, bloß nicht wieder die Engländer als Wunsch bei Borussia Dortmund: Bei der Auslosung des Champions-League-Achtelfinals an diesem Montag (12 Uhr/Eurosport) drohen den drei verbleibenden deutschen Königsklassen-Startern in Nyon echte Hammerlose. Nicht zuletzt das Beispiel der Bayern, die im Vorjahr den späteren Sieger Liverpool zugelost bekamen, beweist, wie sehr die kleinen Kügelchen schon in der Runde der letzten 16 die Bewertung einer ganzen Fußball-Saison beeinflussen können.

Am Montag werden in Nyon (ab 12 Uhr/Eurosport) das Achtelfinale ...

  • Am Montag werden in Nyon (ab 12 Uhr/Eurosport) das Achtelfinale der Champions League und die Zwischenrunde in der Europa League ausgelost. Hier die Lostöpfe im Überblick.
  • Champions League, Topf 1: Bayern München, RB Leipzig, FC Barcelona, Juventus Turin, Liverpool, Manchester City, Paris St.-Germain, FC Valencia
  • Topf 2: Borussia Dortmund, Real Madrid, FC Chelsea, Olympique Lyon, SSC Neapel, Tottenham Hotspur, Atlético Madrid, Atalanta Bergamo.
  • Europa League, Topf 1: Celtic Glasgow, Espanyol Barcelona, FC Sevilla, Malmö FF, FC Basel, Linzer ASK, FC Arsenal. FC Porto, KAA Gent, Istanbul Basaksehir, Sporting Braga, Manchester United, Ajax Amsterdam, Benfica Lissabon, Inter Mailand, RB Salzburg
  • Topf 2: Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, VfL Wolfsburg, APOEL Nikosia, FC Kopenhagen, FC Getafe, Sporting Lissabon, CFR Cluj, Glasgow Rangers, Ludogorez Rasgrad, AS Rom, Wolverhampton Wanderers, AZ Alkmaar, FC Brügge, Olympiakos Piräus, Schachtar Donezk

Doch die internationalen Rekord-Bayern (18 Punkte und 24:5 Tore in der Gruppenphase) sowie die derzeitigen nationalen Seriensieger aus Leipzig strotzen vor Selbstvertrauen. „Wenn wir da in einer normalen Verfassung sind, gehen wir als Favorit ins Spiel“, sagte Münchens Joshua Kimmich. Im Lostopf liegen immerhin Real und Atlético Madrid – zwei Rivalen, gegen die Bayern in der jüngeren Vergangenheit wichtige Duelle verloren hat. „Wir müssen schauen, auf wen wir treffen, aber grundsätzlich ist Angst immer ein schlechter Ratgeber“, sagte Kapitän Manuel Neuer.

Hoffen auf Bergamo

Für RB Leipzig wird die Achtelfinal-Premiere sowieso eher Abenteuer als Pflichtübung. Trainer Julian Nagelsmann beteuerte, er wolle zwar mal im Camp Nou in Barcelona spielen, das müsse aber noch nicht im Achtelfinale sein. Da sowohl die Sachsen als auch die Katalanen Gruppensieger wurden, ist dieses Duell ohnehin nicht möglich. „Ich glaube nicht, dass alle uns als Wunschgegner haben“, sagte Sportdirektor Markus Krösche nach dem Gruppensieg. Bei möglichen Duellen mit dem SSC Neapel oder Atalanta Bergamo würde Leipzig sogar als Favorit starten.

Dem Gruppen-Zweiten aus Dortmund drohen dagegen härtere Lose: Ein Wiedersehen mit einem der beiden Ex-Trainer Thomas Tuchel (Paris) und Jürgen Klopp (Liverpool) wäre nicht nur brisant, sondern sportlich höchst herausfordernd. Sportdirektor Michael Zorc ist froh über das Überwintern in Europa, äußert aber doch einen kleinen Wunsch. „Die Clubs aus dem Norden Englands brauchen wir nicht unbedingt“, sagte der Funktionär über Liverpool und Pep Guardiolas Manchester City.

Eintracht wieder gegen Inter?

Für die Europa-League-Starter Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und VfL Wolfsburg ist vor der Losung (13 Uhr) bereits klar, dass alle drei im Sechzehntelfinale mit einem Heimspiel starten. Die Streuung zwischen Hammerlos und No-Name ist noch höher als in der Königsklasse. Während Top-Teams wie Inter Mailand, Manchester United und Rekordsieger FC Sevilla schwierige Prüfungen wären, zählen Malmö oder Linz wohl eher zu den machbaren Widersachern. dpa