Fußball-B-Liga - Clubs aus dem Ried stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen in der Corona-Pause / Vorrang vor schnellem Wiederbeginn hat die Gesundheit Von Fitness-Programm bis Trainersuche

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hias
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Jury Mai hört zwar als Trainer der SG Hüttenfeld auf, bleibt dem Club aber treu. © Berno Nix

Ried. Auf unterschiedliche Art und Weise erleben die Fußball-B-Ligisten aus dem südhessischen Ried die die Winterpause. Was sie alle eint, ist der Wunsch, bald wieder Fußball spielen zu können. Überstürzen will das aber keiner, denn die Verantwortlichen wissen nur allzugut, dass die Gesundheit der Sportler in diesen Tagen Vorrang hat. Ein Überblick:

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FSG Riedrode II: Als Tabellenführer grüßt die FSG II und hätte nichts dagegen, dass dies bis zum Saisonende so bleibt. Aber nicht nur Riedrodes Vorstandsmitglied Fabian Kreiling bezweifelt, dass die Runde mit allen Partien zu Ende gespielt. Er freut sich darüber, dass sich die Spieler abseits vom offiziellen Trainingsbetrieb ein selbstgestaltetes Fitnessprogramm auferlegt haben. In sogenannten Challenges stehen zahlreiche Laufeinheiten an und es wird auch mit dem Ball trainiert.

„Unsere Jungs sind da echt fleißig. Das ist sehr vorbildlich“, lobt Kreiling. Er sieht zwar ein gutes Miteinander unter den Spielern, befürchtet aber, dass der Ehrgeiz, weiterhin Fußball zu spielen im Vergleich zum letzten Lockdown etwas nachgelassen hat.

An der Stärke der FSG II wird das aber kaum etwas ändern. „Nahezu alle Spieler haben uns signalisiert, dass für sie ein Vereinswechsel im kommenden Sommer nicht in Frage kommt.“ Ohnehin stand bereits fest, dass Andreas Zinke auch in der kommenden Saison die FSG Riedrode II trainieren wird.

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SG Hüttenfeld: Nachdem 2019er Aufstiegstrainer Jury Mai bekannt gab, er werde die SG Hüttenfeld in der kommenden Saison nicht mehr trainieren, befindet sich der Verein nun auf Trainersuche.

„Wer Interesse hat, kann sich gerne bei uns melden“, verkündet Ricardo Rodriguez die personelle Vakanz. Seit vergangenen Spätsommer bekleidet Rodriguez als Nachfolger von Dominik Ehret nun das Amt des Abteilungsleiters Fußball beim 1946 gegründeten Verein. Auch auf der Position des Spielausschussvorsitzenden gab es einen Wechsel: Tobias Nowakowski folgte Werner Gleißner nach. Das SGH-Urgestein Gleißner wird dem Verein aber weiterhin als Platzwart und als Verantwortlicher für die Vereinsgastronomie erhalten bleiben. Aber auch Jury Mai wird der SGH, auch wenn er das Traineramt bald nicht mehr ausübt, als Vereinsmitarbeiter in wichtiger Funktion erhalten bleiben.

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FV Hofheim: Der 1911 gegründete Traditionsverein hat mit den Trainern Markus Dech und Sascha Seitz bis zur Sommerpause verlängert. Das Duo legt Wert darauf, dass sich die Spieler auch in Zeiten von Corona fit halten. „Alle drei Wochen bekommen die Spieler unserer ersten Mannschaft neue Trainingspläne, damit sie nicht faul auf der Couch herumlungern“, verrät Alexander Krämer.

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Der Sportliche Leiter nimmt es auch positiv zur Kenntnis, dass die Bevölkerung das Lieferangebot der Vereinsgaststätte nutzt. „Uns freut es, dass die Hofheimer gerne Pizza und Pasta dort bestellen, denn das tolle Gastronomen-Team soll unserem Vereinsheim auch nach dem Lockdown erhalten bleiben.“

Und einen neuen Schiedsrichter werden die Hofheimer in absehbarer Zeit ebenfalls haben. Robin Vollhardt hat sich beim Lehrgang der Bergsträßer Schiedsrichtervereinigung angemeldet, der größtenteils online stattfindet.

SG Olympia/VfB Lampertheim: Trotz großer Ambitionen steht die im vergangenen Sommer neugegründete Spielgemeinschaft nur auf dem letzten Platz der Kreisliga B. Dies kann sich aber dadurch noch ändern, wenn die Lampertheimer den Großteil der Nachholspiele siegreich gestalten.

Ungeachtet des sportlichen Weiterkommens haben die Verantwortlichen bereits die Weichen für die kommende Saison gestellt. „Wir sind mit den Spielergesprächen schon sehr weit. Die Mannschaft wird im Großteil zusammenbleiben, aber es wird auch personelle Veränderungen geben“, blickt Sportausschussvorsitzender Patrick Andres voraus.

Bereits jetzt deutet sich an, dass der 36 Jahre alte Vincenzo Terrazino den Verein nach kurzem Gastspiel wohl verlässt und seine Fußballheimat wieder im badischen Verband suchen wird. Unabhängig von der Entwicklung der Spielgemeinschaft, die in dieser Konstellation auch in der kommenden Saison den Spielbetrieb bestreiten wird, laufen die Fusionsgespräche mit dem VfB Lampertheim weiter. An diesen haben auch die Lampertheimer Azzurri Interesse. hias