Fußball - Schalker Sportvorstand droht die Ablösung Schneider vor dem Aus

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dpa
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Berlin. Als Mutmacher für das Krisen-Derby im Revier diente die Nullnummer bei Union Berlin dem FC Schalke inmitten der Spekulation um ein vorzeitiges Aus von Sportvorstand Jochen Schneider nur sehr bedingt. Selbst wenn sich die Mannschaft gestützt durch Ex-Weltmeister Shkodran Mustafi oder Kapitän Sead Kolasinac stabiler zeigte, ging nach vorne trotz sichtlichen Eifers des begnadigten Nabil Bentaleb wenig bis gar nichts. „Ich verbiete keinem Spieler, ein Tor zu schießen“, sagte Trainer Christian Gross nach dem 0:0 am Samstagabend schon fast fatalistisch.

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Die Rettungsmission wird für den vierten Trainer der Königsblauen in dieser Saison von Woche zu Woche schwerer – fast auswegloser. „Wir brauchen Punkte. Einer ist einer. Aber wir brauchen in Zukunft das ganze Paket“, sagte Gross: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Unterdessen laufen im Aufsichtsrat des Revierclubs bereits Gespräche über seine Ablösung von Sportvorstand Schneider. Die Stimmungsmache von einigen hundert Fans der Schalker am Abend vor dem Union-Spiel gegen Schneider war auch den Profis nicht entgangen. „Wir sind alle in der Situation und wir Spieler stecken da genauso drin. Deswegen ist das für uns alle eine schwierige, bittere und harte Situation, aber es bringt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagte Ralf Fährmann. dpa