Fußball - Beim knappen 1:2 bei Manchester City deutet Borussia Dortmund sein Potenzial an – das macht Mut für die nächsten Aufgaben

Mal ohne Mumm, mal voller Elan

Von 
dpa
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Dortmunder Hoffnungsschimmer: Marco Reus (r.) bejubelt sein Tor zum 1:1 mit Thomas Meunier, Jude Bellingham, Raphael Guerreiro und Erling Haaland (v.l.). © dpa

Manchester. Im Bundesliga-Alltag ein Problemfall, auf großer internationaler Bühne eine Bereicherung. Borussia Dortmund bleibt sich selbst ein Rätsel. Beim unglücklichen 1:2 (0:1) im Viertelfinalhinspiel der Champions League zeigte der Revierclub mal wieder sein zweites, schöneres Gesicht – und das gegen die Fußball-Weltauswahl von Manchester City. Bei allem Frust über den Last-Minute-Gegentreffer von Phil Foden (90.) überwog der Stolz. Trainer Edin Terzic wertete die Niederlage als Mutmacher für das Rückspiel in einer Woche: „Wir haben den festen Glauben dazu gewonnen, dass wir in die nächste Runde einziehen können. Jetzt ist erst Halbzeit.“

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Nur drei Tage nach dem viel kritisierten Ligaauftritt gegen Eintracht Frankfurt (1:2) zeigte sich die Borussia wie ausgewechselt und verpasste einen Coup gegen den Titel-Mitfavoriten denkbar knapp. „Wir haben genau so gespielt, wie man es von Borussia Dortmund zu erwarten hat. Mit sehr viel Leidenschaft und viel Engagement“, kommentierte Abwehrchef Mats Hummels bei Sky.

Wäre der Revierclub in der Bundesliga häufiger ähnlich couragiert aufgetreten, müsste er nicht um die erneute Qualifikation für die europäische Königsklasse bangen. Selbst der zuletzt enttäuschende Marco Reus deutete mit seinem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer wieder an, wie wichtig er für das Team sein kann. Eine schlüssige Erklärung für die Formschwankungen des Teams konnte auch er nicht liefern. „Wir haben zu wenige Spiele wie heute, in denen wir unser Niveau zeigen. Wenn wir wüssten, woran das liegt, würden wir versuchen, es in jedem Spiel so zu machen. Aber das kriegen wir momentan nicht hin“, klagte der Kapitän bei DAZN.

Inspiriert von der guten Leistung in Manchester gab Hummels die Richtung für den Saison-Endspurt in der Bundesliga vor, bei dem der Tabellenfünfte einen stattlichen Rückstand von sieben Punkten auf einen Champions-League-Platz wettmachen will: „Wir müssen zeigen, dass das nicht nur auf der ganz großen Bühne möglich ist, sondern samstags gegen Frankfurt, samstags in Stuttgart. Dass wir da mit derselben Leidenschaft spielen und uns nicht aussuchen, wann wir das zeigen.“

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Anders als zuletzt überzeugten die Dortmunder mit gutem Zweikampfverhalten, großer Laufbereitschaft und schnellem Aufbauspiel. Gegen die für ihren dominanten Ballbesitz-Fußball bekannten „Citizens“ kamen sie immerhin auf Spielanteile von 42 Prozent. Und wäre der Treffer von Jude Bellingham (37.) nach einem Patzer von City-Keeper Ederson wegen eines angeblichen Foulspiels des erst 17 Jahre alten Mittelfeldspielers vom schwachen Referee Ovidiu Hategan aus Rumänien nicht abgepfiffen worden, hätte der BVB möglicherweise für eine Überraschung gesorgt.

„This Ref needs checking!“, twitterte der verletzte Angreifer Jadon Sancho erbost vom heimischen Sofa voller Unverständnis darüber, warum der Schiedsrichter eine Überprüfung der Szene durch den Videoassistenten verhinderte.

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Hummels hofft auf Endspurt

Noch haben alle Beteiligten die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd in der Bundesliga und auf ein kleines Fußball-Wunder am kommenden Mittwoch im zweiten Duell gegen die Engländer noch nicht aufgegeben. Das Statement von Hummels klang – ähnlich wie bei seinem Trainer – wie eine Kampfansage an den hohen Favoriten: „Die Leistung und das Ergebnis zeigen, dass wir mithalten können. Wir haben die Chance auf das Champions-League-Halbfinale und das wird man uns im Rückspiel ansehen.“

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