Fußball - Masterplan mit Wissenschaft und Kultur soll Weg für Zuschauer in die Stadien ebnen Kampf um Fan-Rückkehr

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dpa
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„Ich würde mir wünschen, dass wir mit dem Fußball zeigen könnten, dass es mögliche Schritte zurück ins normale Leben gibt“, sagte DFB-Präsident Fritz Keller. © dpa

Berlin. Die Ungeduld im Fußball wächst. DFB-Präsident Fritz Keller will wieder ein „normales Leben“ und Perspektiven, Vizechef Rainer Koch drängt auf ein Ende des Trainingsverbots für Amateure und Kinder. Ein umfassendes Konzept könnte nun zumindest den Weg für eine Rückkehr von Fans ebnen. Durch einen gemeinsamen Drei-Stufen-Plan des Sports mit Wissenschaft und Kultur soll eine Auslastung der Stadien vorerst von bis zu 40 Prozent ermöglicht werden, diese wäre doppelt so hoch wie nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr. So haben auch die deutschen Macher trotz derzeit wenig ermutigender Corona-Zahlen den Wunsch nach Zuschauern bei den Spielen der Multi-Nationen-EM in diesem Sommer in München nicht aufgegeben.

Lahm hofft auf Teilauslastung

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„Ich glaube nicht, dass wir bis zum Turnier eine 100-prozentige Auslastung der Stadien hinbekommen“, sagte Ex-Weltmeister Philipp Lahm, Cheforganisator der EM 2024, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Aber auf alles darunter setzen wir Hoffnung.“

Mindestens bis zum 7. März herrscht Stillstand im Amateur- und Breitensport, dürfen keine Fans in die Bundesliga-Arenen. Neben Profiligen aus anderen Sportarten haben auch die Deutsche Fußball Liga und der DFB das Konzept von 20 Wissenschaftlern für die Rückkehr von Zuschauern mitgetragen. Mit einem individuellen Spezialkonzept soll die Kapazität noch weiter gesteigert werden können, am Montag werden Details des Papiers vorgestellt. „Ich würde mir wünschen, dass wir mit dem Fußball zeigen könnten, dass es mögliche Schritte zurück ins normale Leben gibt“, sagte Verbandschef Keller grundsätzlich der „Welt am Sonntag“.

Sein Stellvertreter Koch erneuerte die Forderung an die Spitzenpolitik, dass bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3. März auch wieder über den Sport gesprochen wird. „Wenn wir über Testungen in Deutschland nicht endlich zurück ins Leben finden, verlieren die Menschen die Geduld“, sagte Keller. So seien Schnelltests ein Schlüssel für die Rückkehr des Amateurfußballs. „Wenn klar ist, dass jemand einen anderen nicht anstecken kann, muss er seine Freiheiten zurückerhalten.“

Gladbach spielt in Budapest

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Dass Proficlubs die Freiheit besitzen, im Europapokal zu reisen und wegen nationaler Beschränkungen für Partien in andere Länder auszuweichen, hatte zuletzt für öffentliche Debatten gesorgt. Zuletzt hatte RB Leipzig sein Achtelfinale gegen den FC Liverpool in Budapest bestritten, diese Woche reist Borussia Mönchengladbach zum Duell mit Manchester City ebenfalls in die ungarische Hauptstadt. dpa