Fußball - Fohlen ziehen nach 4:2-Sieg in spektakulärem Borussen-Duell an den Dortmundern vorbei Gladbach vergrößert BVB-Tristesse

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dpa
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Mönchengladbach. Wilder Schlagabtausch, krasse Abwehrfehler: Borussia Dortmund hat beim spektakulären Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach gleich den nächsten schweren Rückschlag kassiert. Am Freitagabend blieb der BVB auswärts beim 2:4 (2:2) zum dritten Mal in Serie sieglos und muss mehr denn je um die Qualifikation zur Champions League bangen. Die nach wie vor in diesem Jahr unbesiegte Borussia vom Niederrhein zog nach dem ersten Sieg gegen die Westfalen seit fast sechs Jahren vorbei an Dortmund auf Rang vier in der Tabelle der Fußball-Bundesliga.

Ramy Bensebaini schoss Gladbach mit dem 3:2 auf die Siegerstraße. © dpa
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Damit gelang dem Team des vom BVB umworbenen Trainers Marco Rose nach den Erfolgen gegen Leipzig und den FC Bayern der dritte Heimsieg in dieser Saison gegen ein Liga-Spitzenteam. Ein Doppelpack von Dortmunds Super-Stürmer Erling Haaland (22. Minute/28.) war zu wenig für den BVB, der eine enttäuschende Englische Woche mit nur einem Punkt aus den Spielen gegen Mainz (1:1), in Leverkusen (1:2) und nun in Gladbach abschloss. Der Norweger überflügelte mit seinen Bundesligatoren 26 und 27 im erst 28. Bundesliga-Spiel Uwe Seeler, der einst ebenfalls 28 Spiele für seine ersten 26 Tore benötigt hatte. Den Gladbacher Sieg machten allerdings Nico Elvedi (11. und 32.), Ramy Bensebaini (49.) und der eingewechselte Marcus Thuram (79.) perfekt.

Es dauerte nicht mal eine Minute, da herrschte schon Höchstspannung. Jonas Hofmann nahm Dortmunds Jude Bellingham den Ball vor dem BVB-Strafraum ab und leitete weiter auf Florian Neuhaus. Der Nationalspieler wartete nicht lange, setzte zum Schlenzer an und bejubelte die vermeintliche Führung. Gegen den abgefälschten Ball war Dortmund-Keeper Roman Bürki machtlos. Doch dann: Videobeweis. Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied nachträglich: Foul von Hofmann, kein Tor für Gladbach. Rose, der vor dem Spiel noch die Hälfte die BVB-Bank abgeklatscht hatte, ärgerte sich am Spielfeldrand.

Den äußerst frühen Weckruf vernahmen die Dortmunder noch nicht so richtig. In der siebten Minute rettete Bürki nach einem Flachschuss gegen Hofmann, wenig später konnte auch er nichts mehr ausrichten. Wieder war Hofmann beteiligt, diesmal als Vorbereiter. Seine Freistoß-Hereingabe verwertete Elvedi per Kopfball zur Führung.

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Kaum hatte die Partie also begonnen, waren der nächtliche Ausflug von Breel Embolo und alle Spekulationen um eine Rose-Zukunft bei den Dortmundern erstmal vergessen. Jetzt wurde Fußball gespielt – und wie, nach dem Gegentor auch von den Westfalen, die aus dem 0:1 ein 2:1 machten. Rose stellte von Dreier- auf die eher gewohnte Viererkette um. Fehlerlos wurde es danach nicht, langweilig auch nicht. Starke Offensivreihen trafen auf Abwehrketten mit Patzer-Potenzial. Da die Dortmunder mehr Fehler begingen, drehte Gladbach das Spiel. dpa