Fußball - KSC-Trainer Eichner ist seit einem Jahr im Amt Ein Faible für Schlager

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Christian Eichner hat beim Karlsruher SC für neuen Schwung gesorgt. © dpa

Karlsruhe. Wenn im Mannschaftsbus des Karlsruher SC die Musik erklingt, singt Christian Eichner schon mal mit. Der 38-Jährige hat ein Faible für die Schlagersongs, die Team-DJ Marius Gersbeck nach Auswärtsspielen gerne auswählt. Und für ausgelassene Stimmung hat der Traditionsverein mit Eichner derzeit allen Grund. Vor seinem einjährigen Dienstjubiläum am Mittwoch hat der Trainer das Team mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Spielen zu außergewöhnlich erfolgreichen Wochen in der 2. Fußball-Bundesliga geführt. Der frühere Linksverteidiger kommt an beim Karlsruher SC.

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Wenn Eichner über sich selbst spricht, spielt er seine Rolle beim KSC herunter. Er beschreibt sich als „ein Beteiligter, der versucht anzuschieben und ab und an mal einen Reiz zu setzen“. Wenn andere über ihn reden, klingt das ganz anders. „Er ist ein sehr wichtiger Faktor. Ich glaube, man hat an ihm und Zlatan (Assistent Bajramovic, Anm.) den Umschwung festmachen können“, schwärmte Kapitän Jerôme Gondorf: „Ich glaube, dass eine neue Stimmung herrscht im Wildpark und drumherum.“ Und das liege an Eichner: „Ich glaube, da hat der KSC nicht den schlechtesten Fang mit gemacht.“

Nachfolger von Alois Schwartz

Am 3. Februar 2020 wurde der frühere Jugend-, Zweitliga- und Bundesliga-Spieler der Badener Nachfolger von Alois Schwartz. Er stieg vom Co- zum Cheftrainer auf, arbeitete aber zunächst als Interimscoach. Und auch mit ihm wurde sportlich nicht gleich alles besser. Erst am letzten Spieltag gelang es, sich doch noch ohne Relegation in der Liga zu halten. Als Belohnung erhielt Eichner den Vertrag als Cheftrainer bis zum Sommer 2022. „Sie schaffen es, jeden Einzelnen so zu nehmen, wie er ist und gleichzeitig auch ihre taktische Marschrichtung in uns einzupflanzen“, lobte Gondorf nun nach dem Vorrücken auf Platz fünf. Am Sonntag steht gegen Jahn Regensburg die nächste Prüfung an. dpa