Fußball - Hoffenheim beim 1:4 in München unter Wert geschlagen Ein Ergebnis, das sich nicht richtig anfühlt

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dpa
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Hoffenheims Pavel Kaderabek prüft Bayern-Torhüter Manuel Neuer. Die Nordbadener ließen beim Gastspiel in der Allianz Arena einige Chancen ungenutzt. © dpa

München. Viele Mannschaften werden am Ende dieser Bundesliga-Saison keine ausgeglichene Punkte- und Torbilanz gegen den FC Bayern vorzuweisen haben. Damit und mit einer erneut spielerisch überzeugenden Leistung kann sich die TSG 1899 Hoffenheim nach dem 1:4 (1:2) beim FC Bayern München trösten. Nach dem Hinspiel-Coup mit dem umgekehrten Ergebnis ärgerte sich Trainer Sebastian Hoeneß bei seiner Rückkehr nach München sehr. „Überhaupt nicht richtig“ habe sich das Ergebnis angefühlt, klagte der 38-Jährige.

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„Wenn wir uns das Video vom Spiel morgen anschauen, werden wir mit dem Gefühl rausgehen, dass mehr möglich war“, sagte Torhüter Oliver Baumann. Auch sein Kollege Christoph Baumgartner war genervt. „Es ist ein sehr bitteres Ergebnis für uns“, sagte der Österreicher. „Wir hatten vor allem zu Beginn gute Chancen. Da muss man in Führung gehen gegen die Bayern. Auch in der zweiten Hälfte kommen wir gut rein. Da muss ich den Ausgleich erzielen.“

Zunächst hatte Angreifer Ihlas Bebou zwei hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen. „Die ersten zwei Chancen waren bei uns, dann musst du gegen die Bayern in Führung gehen, sonst killen sie dich“, so Baumgartner.

Nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlagen gingen die Kraichgauer „sehr mutig, sehr strukturiert“ in das Duell mit dem deutschen Meister und Champions League-Sieger. Bundestrainer Joachim Löw bekam auf der Tribüne ein unterhaltsames Fußball-Spiel geboten. Jérôme Boateng (32. Minute) mit seinem ersten Tor seit drei Jahren und Thomas Müller (43.) sorgten für zwei Hingucker, Andrej Kramaric (44.) machte es mit dem 1:2 kurz spannend. Robert Lewandowski (57.) mit seinem 24. Saisontor und der Ex-Hoffenheimer Serge Gnabry (64.) legten nach der Pause zeitig für den Serienmeister nach.

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Kramaric unterstrich erneut seine wiedergefundene Topform. Nach 19 Spieltagen hat der kroatische WM-Zweite 13 Tore auf dem Konto - mehr schaffte zu diesem Zeitpunkt bei der TSG nur Vedad Ibisevic 2008/09 mit 18. Zudem erzielte der Stürmer vier der letzten fünf Tore seines Vereins, der sich nun am kommenden Sonntag für die 1:2-Hinspiel-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt revanchieren will und die Woche darauf bei Borussia Dortmund antritt.

„Sicherlich war es eine couragierte Leistung, am Ende sind wir aber nicht zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte der gebürtige Münchner Hoeneß. Für den Neffen des langjährigen Bayern-Machers Uli Hoeneß und Ex-Trainer des FC Bayern II war es ein besonderer Tag - mit enttäuschendem Ausgang: „Grundsätzlich komme ich gerne nach München, aber ich verliere halt nicht gern.“

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Kurz vor der Schließung des Winter-Transferfensters am Montag könnte sich unterdessen bei der TSG noch etwas tun: Der junge Bayern-Verteidiger Chris Richards (20) hat das Hoffenheimer Interesse geweckt. Der Amerikaner, der seit 2018 für die Münchner spielt, soll sich laut Medienberichten auf Leihbasis der TSG anschließen. Dort würde er Trainer Sebastian Hoeneß wieder treffen, mit dem er in der vergangenen Saison in München die Drittliga-Meisterschaft feierte. In dieser Saison kam er zu sieben Profi-Einsätzen. dpa