Fußball - Umstrittener Platzverweis gegen Hummels mündet in 1:3-Niederlage gegen Amsterdam

Dortmund verpasst Revanche

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dpa
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Die Dortmunder Axel Witsel (l.) und Jude Bellingham sind enttäuscht. Amsterdams Davy Klaassen gelang der Endstand zum 3:1-Sieg für Ajax. © dpa

Dortmund. Mehr Leidenschaft, aber wieder keine Punkte – Borussia Dortmund hat die erhoffte Revanche für das peinliche 0:4 von Amsterdam und einen großen Schritt Richtung Achtelfinale der Champions League verpasst. Gehandicapt durch die fragwürdige Rote Karte für Abwehrchef Mats Hummels (29. Minute) musste das Team von Trainer Marco Rose gegen den niederländischen Meister beim 1:3 (1:0) den nächsten Rückschlag hinnehmen.

Nach der zwischenzeitlichen BVB-Führung durch Marco Reus (37./Foulelfmeter) trafen Dusan Tadic (72.), der Ex-Frankfurter Sebastien Haller (83.) und der frühere Werderaner Davy Klaassen (90.+3) vor 54 820 Zuschauern im Signal Iduna Park zum am Ende verdienten Erfolg des Tabellenführers, der damit bereits für das Achtelfinale qualifiziert ist. Für die Borussia wird das kommende Spiel am 24. November bei den punktgleichen Rivalen Sporting Lissabon zu einer Art Finale um Rang zwei.

Beide Mannschaften lieferten sich ein hitziges Duell, wozu auch der englische Schiedsrichter Michael Oliver mit seinen Entscheidungen beitrug. Vor allem die Rote Karte für Hummels erhitzte die Gemüter. Der Weltmeister von 2014 brachte zwar mit einer Grätsche Antony zu Fall, traf den hochspringenden Ajax-Profi aber kaum. Auch der Video-Schiedsrichter wollte die Entscheidung nicht zurücknehmen. Auf der Gegenseite griff der VAR dagegen beim Dortmunder Elfmeter ein. Noussair Mazraoui hatte Bellingham im Laufen tatsächlich berührt. Ob es aber auch der Grund für den Hinfaller des Engländers war, blieb fraglich. Spätestens nach diesen zwei Szenen war endgültig Feuer in der Partie.

Schon nach 72 Sekunden hatte Hummels per Kopf die erste Chance zur Führung. Es war das Signal für eine starke Dortmunder Anfangsphase. Nach der Roten Karte suchte der BVB mit Wut im Bauch aber weiter seine Chancen und wurde durch Reus’ Elfmetertor belohnt.

Nach dem Gegentor kamen aber die Holländer in Überzahl mächtig auf. Und nach der Pause schaffte Dortmund kaum mehr Entlastung. So war der Gegentreffer fast die logische Folge. Nach Flanke von Antony verlängerte Marin Pongracic unglücklich den Ball, so dass Tadic am langen Pfosten den Ball über die Linie drücken konnte. Und es kam noch schlimmer. Nach einer erneuten Flanke von Antony traf Haller per Kopf zum Sieg, ehe Klaassen alles klar machte. dpa