Fußball-Kreisklasse A 1

Burgey ärgert Anfälligkeit bei Standardsituationen

ASV Feudenheim mit Defensivproblemen

Von 
Andi Nowey und Andi Nowey
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Mannheim. Es ist das Spiel der Enttäuschten in der Fußball-Kreisklasse A1. Sowohl der SV 98/07 Seckenheim als auch der ASV Feudenheim hatten sich für diese Saison weit mehr ausgerechnet, als sich im Zwischenzeugnis ablesen lässt. Die Seckenheimer haben vermutlich ihre letzte Chance verspielt, noch einmal oben ranzuschnuppern. Für den ASV Feudenheim ist der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz gar auf vier Zähler zusammengeschmolzen.

Geht der Blick beim ASV daher schon nach unten? „Nein, in den letzten beiden Partien haben wir spielerisch gute Leistungen gezeigt. Uns hat einfach nur das Quäntchen Glück gefehlt“, beschwichtigt Trainerin Kerstin Burgey. „Nach unserem Tief war das jetzt wieder ein Leistungsschub.“

Der Optimismus ist trotz inzwischen sechs siegloser Spiele, in denen nur ein Remis gelang, weiter vorhanden. Burgey glaubt an ihr Team. Sie hat die Wurzel des Übels identifiziert und bereits angepackt. „70 Prozent unserer Gegentore fallen nach Standards. Wir haben zwar schon einiges dagegen gemacht, aber wir können nicht alles stoppen“, sagt die 33-Jährige.

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Claudio Palmieri
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27 Gegentore in den vergangenen sechs Partien sprechen eine deutliche Sprache. Das ist Burgey bewusst, weshalb gegen den SV 98/07 Seckenheim die Wende herbeigeführt werden soll. „Es wird wichtig, gut in die ersten zehn Minuten reinzukommen. Wenn du diese Phase anführst und dominierst, ziehst du sie auf deine Seite“, setzt die frühere Bundesliga-Spielerin auf eine optimale Anfangsphase.

Gegentorflut bereitet Sorgen

Da wird ihr Gegenüber Bartosz Franke etwas dagegen haben. Aus seiner Enttäuschung über den bisherigen Saisonverlauf und die aktuelle Platzierung macht er kein Geheimnis. „Nach dem Sieg gegen Pfingstberg ging die Leistungskurve nach unten. Die Niederlage von Neulußheim war noch mit den zahlreichen Ausfällen zu begründen, in den nächsten Spielen haben wir zu schlecht und zu sorglos verteidigt“, hat er festgestellt.

19 Gegentore gab es in den vergangenen drei Spielen – eine Bilanz, die erschreckend ist, die Franke aber gleichermaßen erklären kann, aber auch ratlos macht. „Wir machen zu viele gravierende Fehler und bringen uns um den Aufwand, den wir betreiben. Aber so etwas kann man einfach nicht trainieren.“ wy

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Freier Autor Schwerpunkte: Mannheimer Kreisfußball, Kreisklassen A und B, Kreispokal, Waldhof-Legenden