Fußball - Neue Spielzeit soll Mitte August in gewohnter Form angepfiffen werden / Kreispokal noch in der Schwebe

Breite Mehrheit für vertrauten Modus

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Bergstraße. Bloß keine Experimente: Die Bergsträßer Fußballer wollen – wenn es Corona-technisch gestattet ist – die Saison 2021/22 so spielen, wie sie es seit Jahrzehnten gewohnt sind. Auf die Vorrunde folgt eine Rückrunde, an deren Ende Auf- und Absteiger feststehen. Das ist das Ergebnis einer Videokonferenz am Montagabend, zu der der Kreisfußballausschuss gebeten hatte und an der sich in Spitzenzeiten 74 Teilnehmer zugeschaltet hatten. „Am besten ist die Variante, wie wir es gewohnt sind. Und wenn die Runde abgebrochen wird, dann ist es halt so, dann gibt es auch Wichtigeres als Fußball“, sagte beispielsweise Ilhan Bekir vom Kreisoberligisten SC Olympia Lorsch. Dem schloss sich Jürgen Getto (SG Unter-Abtsteinach/Kreisoberliga) an: „Die Runde soll so gespielt werden wie bisher. Positiv reingehen und es einfach runterspielen. Wenn von vorneherein die Quotientenregelung bei einem Abbruch angedacht ist, weiß auch jeder, woran er ist.“

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Held froh über klare Aussagen

Auf dieses eindeutige Meinungsbild hatte der Ausschuss um Fußballwart Reiner Held und seinem Stellvertreter Martin Wecht („geteilte Ligen schmecken uns überhaupt nicht“) gehofft. Die anderen Spielsysteme, welche das Duo und der neue Regionalbeauftragte Robert Neubauer vorstellten, fielen glatt durch. Es gab keinen einzigen Befürworter für eine Einfachrunde oder die Aufteilung einer Liga in zwei Gruppen. Allen Modellen hätten sich weitere Spiele (Auf- und Abstiegsrunde) angeschlossen, wobei der Verband hier mehr als 20 Varianten im Angebot hatte. Diese Spielsyteme hätten etwas mehr Flexibilität und weniger Spieltage als Vorteil gehabt – stets mit dem Ziel, eine Runde zu spielen, die sportlich gewertet werden kann. Held („Es gibt noch keine entgültige Regel, ab wann eine Wertungsgrundlage erreicht ist“) geht davon aus, dass dafür 50 Prozent aller Begegnungen ausgetragen sein müssen. Wenn diese Quote nicht erfüllt sei, werde die Runde wohl annulliert – wie bereits die vergangene.

Mitte August soll es wieder zu Zweikämpfen wie hier zwischen dem Bürstädter Diolent Himaj und Marcel Rose (Azzurri Lampertheim) kommen können. © Berno Nix

Die Saison 2021/22 wird voraussichtlich am 14./15. August starten und am zweiten Dezemberwochenende in die Winterpause gehen. Diese endet am 6. März 2022. Das Rundenende soll am ersten Juni-Wochenende 2022 sein. Stand jetzt würden Held und Wecht eine Relegation im Anschluss „lieber aussetzen“. Auch die Gruppen- und Verbandsligisten in der Region Darmstadt favorisieren nach Aussage des Regionalbeauftragten Neubauer einen Saisonstart am dritten oder vierten Augustwochenende und das Spielen einer kompletten Saison nach bekanntem Schema. Der Verbandsspielausschuss werde am Wochenende mit der Planung 2021/22 beginnen, so Neubauer.

Josef D’Apuzzo (Eintracht Wald-Michelbach/Verbandsliga) brachte die Stimmungslage auf den Punkt: „Immer mehr Leute sind geimpft; ich gehe davon aus, dass wir eine ganz normale Saison spielen können.“ . all

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Daten und Fakten

Für die Saison 2021/22 haben 58 Vereine gemeldet. Birlikspor Biblis ist nicht am Start. Der ISC Fürth hat seine zweite Mannschaft ab-, die FSG Bensheim ihre zweite Mannschaft angemeldet. Damit sind beide D-Liga-Staffeln mit je 15 Teams besetzt. In der Kreisoberliga sind 17, in der A-Liga 14, in der B-Liga 17 und in der C-Liga 16 Mannschaften am Ball.

Eine Entscheidung, wie die Kreispokalrunde 2020/21, die bis 31. Juli beendet sein muss, fortgesetzt wird, ist noch nicht gefallen. Kreisfußballwart Reiner Held brachte ein System in Turnierform ins Spiel, bei dem vier Gruppen à vier Mannschaften an einem Ort und einem Tag die vier Halbfinalisten ermitteln. Dieses Modell stieß bei den Vereinen aber auf Ablehnung, sodass Achtel- und Viertelfinale wohl auf traditionelle Weise gespielt werden.

Für den Pokal 2021/22 haben 53 von 58 Vereinen gemeldet. Er soll im August starten; Gruppen- und Verbandsligisten steigen erneut erst in Runde zwei ein. all