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Fußball - Mit einem Team aus frisch gekrönten U-21-Europameistern und erfahreneren Spielern will Trainer Kuntz in Tokio den Medaillentraum verwirklichen

Amiri und Kruse führen Olympia-Kader an

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dpa
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Der Ludwigshafener Nadiem Amiri (links), aktuell in Leverkusen unter Vertrag, zählt zu den namhaftesten Profis im deutschen Fußball-Team bei Olympia. © dpa

Frankfurt. Mit großer Vorfreude und einem Kader aus erfahrenen Spielern und aktuellen U-21-Europameistern startet Trainer Stefan Kuntz ins Olympia-Abenteuer. Ziel der 19-köpfigen Auswahl um Max Kruse, Nadiem Amiri und Maximilian Arnold, die der Deutsche Fußball-Bund am Montag mit einem Video im Anime-Stil bekanntgab, ist eine Medaille. „Mit diesem Team wollen wir so weit wie möglich kommen und um die olympischen Medaillen mitspielen“, sagte Kuntz, der drei seiner 22 Kaderplätze für die Spiele in Japan unbesetzt lässt.

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Der DFB-Olympia-Kader

Tor: Florian Müller (VfB Stuttgart), Luca Plogmann (Werder Bremen), Svend Brodersen (Yokohama FC).

Abwehr: Benjamin Henrichs (RB Leipzig), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), David Raum (TSG Hoffenheim), Jordan Torunarigha (Hertha BSC Berlin), Felix Uduokhai (FC Augsburg), Josha Vagnoman (Hamburger SV).

Mittelfeld/Sturm: Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg), Niklas Dorsch (KAA Gent), Ismail Jakobs (1. FC Köln), Max Kruse (Union Berlin), Eduard Löwen (VfL Bochum), Arne Maier (Hertha BSC Berlin), Marco Richter (FC Augsburg), Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth), Cedric Teuchert (Union Berlin).

In Niklas Dorsch, Ismail Jakobs, Arne Maier, Amos Pieper, David Raum, Anton Stach und Josha Vagnoman berief der 58-Jährige sieben Spieler in sein Aufgebot, die mit der U 21 vor rund einem Monat in Ljubljana Europameister wurden. „Mit der Nominierung des Kaders steigt die Vorfreude auf die Olympischen Spiele, die vorher schon riesengroß war, ins Unermessliche“, sagte Kuntz. Der Leverkusener Amiri, Kruse von Union Berlin und der Wolfsburger Arnold sind die drei vor 1997 geborenen Spieler, die Kuntz für seine U-23-Auswahl nominieren durfte. Am 13. Juli reist das Team nach Tokio, am 22. Juli startet für die DFB-Auswahl das Turnier in Yokohama mit einer Neuauflage des Olympia-Endspiels von Rio: Fünf Jahre nach dem verlorenen Finale im Maracanã-Stadion ist wieder Brasilien der Gegner. Saudi-Arabien am 25. Juli in Yokohama und die Elfenbeinküste am 28. Juli in Miyagi sind weitere Gruppengegner. Die zwei ersten Teams der Gruppe ziehen ins Viertelfinale ein, das Finale steigt am 7. August in Yokohama.

Als Stammtorhüter ist wie erwartet Florian Müller vom VfB Stuttgart vorgesehen, die A-Team-erfahrenen Benjamin Henrichs von RB Leipzig und Felix Uduokhai vom FC Augsburg, der im November 2020 ohne Einsatz im Kader von Bundestrainer Joachim Löw stand, sind auch dabei. Dazu kommen weitere Spieler aus der U-21-Auswahl von 2019, die mit ihrem zweiten EM-Platz das Ticket gelöst hatte. Das sind neben Müller, Henrichs, Uduokhai und Amiri auch Eduard Löwen, Arne Maier und Marco Richter. „Für die 19 Jungs und das gesamte Team wird das ein ganz besonderes Erlebnis, in Tokio Teil des Teams Deutschland zu sein“, sagte Kuntz.

Arnold und Amiri feierten mit der deutschen U-21-Nationalmannschaft schon 2017 in Polen den EM-Titel, der 27 Jahre alte Arnold war damals Kapitän der Auswahl. Der 33 Jahre alte Routinier Kruse hat laut Kuntz bereits angekündigt, „richtig Bock“ auf die Spiele zu haben.

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Kritik an Bundesliga-Clubs

Kritik gab es von Kuntz an der mangelnden Kooperationsbereitschaft einiger Bundesliga-Clubs. „Die Bereitschaft, das Olympia-Team zu unterstützen, war in der Bundesliga unterschiedlich“, sagte Kuntz. „Einige große Vereine wollten leider nicht so wie erhofft helfen, umso mehr freue ich mich über die Unterstützung der restlichen Vereine.“ dpa

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