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Afrika-Cup 2022: Große Stars und viele Fragezeichen

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dpa
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Inmitten der Omikron-Welle und begleitet von Sorgen um bewaffnete Konflikte in Kamerun ringt der Afrika-Cup um seinen Stellenwert im Weltfußball. Die Euphorie für das Kontinentalturnier vom 9. Januar bis 6. Februar mit Weltstars wie Liverpools Mohamed Salah (Ägypten) und Man-City-Angreifer Riyad Mahrez (Algerien) wird von den europäischen Spitzenclubs nicht geteilt. Das Problem ist bei jeder Ausgabe der mit der Europameisterschaft vergleichbaren Afrika-Endrunde dasselbe: Speziell die britschen Clubs stellen während der Saison viele Spieler ab, weil sie es müssen.

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In diesem Jahr sind die Sorgen wegen der Corona-Lage im zudem innenpolitisch instabilen Gastgeberland Kamerun noch größer – nach Ansicht vieler Spieler und Experten aber das falsche Signal. Der Ex-Frankfurter Sébastien Haller, Stürmer der Elfenbeinküste und beim niederländischen Fußballclub Ajax Amsterdam, kritisierte in einem Interview „den Mangel an Respekt für Afrika“, wenn Spieler gefragt werden, ob sie nicht lieber im Land ihres Vereins bleiben wollen. „Jeder europäische Verein, der einen afrikanischen Spieler verpflichtet, weiß um diese Problematik“, sagte der nigerianische Sportjournalist Osasu Obayiuwana der „Sportschau“.

Der FC Liverpool muss neben Salah auch auf Sadio Mané (Senegal) verzichten. Beide Spieler zählen mit ihren Nationen zu den Favoriten. Senegal musste sich vor drei Jahren Titelverteidiger Algerien im Finale (0:1) geschlagen geben.

Eigentlich wird das Event alle zwei Jahre ausgetragen – 2021 wurde es wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben. Neben den Debatten über Spielerabstellungen und Corona wird das Turnier von der unklaren Sicherheitslage belastet. Kameruns Norden wird seit Jahren von Unruhen und Angriffen auf die Zivilbevölkerung erschüttert. Ende 2016 hatten die zwei größten englischsprachigen Regionen bekanntgegeben, dass sie sich abspalten und ein neues Land namens Ambazonia gründen wollen. Immer wieder kommt es zu Protest, gegen den die Sicherheitskräfte teils mit Gewalt vorgehen. dpa

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