AdUnit Billboard
Heimat

Experimentierfeld

Lesedauer: 
© Bernhard Zinke

Das Herzstück der Bundesgartenschau auf dem Spinelli-Gelände ist das Experimentierfeld nördlich der U-Halle. In 50 Beiträgen werden die vier Leitthemen Klima, Umwelt, Energie und Nahrung innovativ und kreativ umgesetzt – etwa das Thema Abfallvermeidung, die Stromgewinnung aus Urin, moderne Baumethoden wie der Flachspavillon des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), ein Beitrag zur Bedeutung des Neckars oder Möglichkeiten moderner Landwirtschaft, welche die Digitalisierung und Klimawandel berücksichtigt. BASF, Südzucker, MVV und John Deere sind einige der Partner auf. Ein ganzer Hektar Ausstellungsfläche wird Bienen und Insekten gewidmet. Im Experimentierfeld werden sich auch die zwei großen Kirchen in einem „Möglichkeitsgarten“ mit kleinem Glockenturm auf 400 Quadratmetern beteiligen, wobei das Programm 120 Ehrenamtliche gestalten. 17 Zukunftsgärten verkörpern die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Form von künstlerisch-gärtnerischen Inszenierungen. In der Nähe steht der futuristische Holzpavillon, „Seeigel“ genannt, der Bundesgartenschau 2019 Heilbronn, in dem die Metropolregion Rhein-Neckar ihr großes Kultur- und Freizeitangebot, Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren will.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Mehr zum Thema

Bundesgartenschau

Welche Eindrücke "MM"-Leser von einem Besuch auf dem Buga-Gelände mitnehmen

Veröffentlicht
Von
Peter W. Ragge
Mehr erfahren
BUGA

Die ersten vier Stützen der Seilbahn für die Bundesgartenschau in Mannheim stehen schon

Veröffentlicht
Von
Peter W. Ragge
Mehr erfahren
Bundesgartenschau

„MM“ will Abonnenten besondere Erlebnisse bieten

Veröffentlicht
Von
Peter W. Ragge
Mehr erfahren

Der Countdown läuft

Veranstaltungen: Worauf man sich bei der Bundesgartenschau 2023 besonders freuen kann.

Seilbahn



Die ersten Pfeiler stehen schon: Eine Seilbahn wird die Besucher der Bundesgartenschau vom Spinelli-Gelände zum Luisenpark bringen. Für die 2049 Meter lange Strecke rechnet die Firma Doppelmayr, die den Auftrag für Bau und Betrieb hat, mit einer Fahrzeit von sieben bis acht Minuten, denn die Geschwindigkeit beträgt etwa 6,5 Meter pro Sekunde. Das bedeutet, dass pro Stunde und Richtung 2800 Passagiere befördert werden können. Die Antriebsstation wird auf Spinelli postiert. Im Luisenpark, auf der Freizeitwiese, steht die – kleinere – Zielstation. Die Strecke führt über Neckar, Maulbeerinsel, Neckarkanal, das Sport- und Gewerbegebiet Pfeifferswörth, die Feudenheimer Straße, die Gleise der Westlichen Riedbahn, Kleingärten und die Feudenheimer Au zum Spinelli-Areal. 64 Kabinen sind geplant. Manchmal erklingt darin Musik. Beim „Pop-Roulette“ werden Künstler der Popakademie einmal im Monat zum Afterwork-Seilbahn-Konzert einladen. Derzeit fährt die Mannheimer Seilbahn schon in Almere bei der Floriade – die Kabinen und Antriene werden hier wiederverwendet.

Panoramasteg

Die filigrane Stahlkonstruktion, die vom Spinelli-Park barrierefrei über eine 115 Meter lange Erdrampe erreichbar ist, bietet aus elf Metern Höhe einen hervorragenden Überblick über das Spinelli-Gelände sowie über das Landschaftsschutzgebiet der Feudenheimer Au, aber auch bis in die Innenstadt und nach Feudenheim. Der acht Meter breite Steg selbst ist 81 Meter lang – 43 Meter davon ragen freitragend über das Augewässer. Nach der Bundesgartenschau dient der Steg zudem als Fußgängerbrücke vom Spinelli-Park aus über die Straße Am Aubuckel.

Unterwasserwelt



Anstelle der alten, maroden Aquarien entsteht im Luisenpark eine Unterwasserwelt mit dem Titel „In 80 Schritten um die Welt“ und 21 Becken, davon acht Meerwasser-, ein Brackwasser- und zwölf Süßwasserbecken. Zu sehen sind Kraken, lebende Fossilien wie Knochenhechte und Pfeilschwanzkrebse, blinde Höhlenbewohner wie Höhlensalmler, angriffslustige Räuber wie Piranhas oder bekannte Sympathieträger wie Seepferdchen und Anemonenfisch. Einen Höhepunkt bilden die Meere des australischen Kontinents mit einem tropischen Korallenriff, das dem „Great Barrier Reef“ nachempfunden werden soll. Mit seinen 22 Kubikmetern Wasser wird dieses Riffbecken das größte der neuen Unterwasserwelt. Zusammen kommen die Aquarien auf ein Gesamtvolumen von 130 Kubikmetern Wasser. Neu ist auch der über der Unterwasserwelt gelegene Restaurantbereich. Über der Unterwasserwelt und dem Restaurant entsteht eine 1300 Quadratmeter große begehbare, bis zu 13 Meter hohe Vogelvoliere, mit an filigranen Stahlseilen und Pfeilern befestigtem transparenten Dach. Besucher laufen vorbei an kleinen Gewässern und Bachläufen, Stauden und Gräserpflanzungen sowie Felsen und Findlingen, während die Vögel über ihnen fliegen.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1