Es hilft, darüber zu reden

Tabuthema Inkontinenz: Je früher man sich dem Problem stellt, desto besser funktioniert der Alltag

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djd
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Ein Besuch beim Hausarzt, Urologen oder Gynäkologen kann schnell Klarheit schaffen, ob eine Harninkontinenz vorliegt. © djd/Ontex Healthcare Deutschland/shutterstock/BlurryMe

Ein geselliger Abend mit Freunden, ein guter Witz, ein herzhaftes Lachen – und plötzlich ist es passiert: Die Blase „tröpfelt“. Wer das kennt, hat eine schwächelnde Blase vielleicht auch schon in anderen Situationen erlebt, zum Beispiel beim Niesen, Husten oder bei körperlicher Anstrengung. Oder ist der Harndrang manchmal sogar so stark, dass der rechtzeitige Gang zur Toilette unmöglich wird? Jedes dieser Beispiele kann ein Anzeichen für Harninkontinenz sein – ein unangenehmer Gedanke, der oft lieber verdrängt wird. Dabei gilt für Inkontinenz wie für jede Erkrankung: darüber reden hilft.

Rund fünf Millionen Deutsche betroffen

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Leider geschieht dies noch viel zu selten. Während etwa über Depressionen heute offen gesprochen wird, bleibt die Blasenschwäche ein Tabuthema. Den meisten Betroffenen ist ihr Leiden peinlich, obwohl sie bei Weitem nicht allein damit sind. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft beispielsweise geht von circa fünf Millionen Deutschen mit Harninkontinenz aus. Anders als häufig vermutet, trifft die Blasenschwäche nicht nur Senioren: An Harninkontinenz können Frauen und Männer, Jung und Alt erkranken. Etwa 40 Prozent der über 80-Jährigen sind betroffen, unter den 40-Jährigen sind 7,8 Prozent Frauen inkontinent und 3,6 Prozent Männer. Ebenso verschieden wie die Betroffenen sind die Grade der Inkontinenz. Eines gilt in jedem Fall: Je eher man abklären lässt, ob die gelegentlichen Missgeschicke nicht doch längst eine Inkontinenz sind, desto schneller kann der Alltag wie gewohnt und ohne Einschränkungen weitergehen.

Ein Arztbesuch bringt Klarheit

Ein Besuch beim Hausarzt, Urologen oder Gynäkologen kann schnell Klarheit schaffen. Liegt der Befund vor, sollte man im nächsten Schritt das richtige Hygieneprodukt finden. Einige Unternehmen bieten beispielsweise eine kostenlose und diskrete Telefonberatung an, um über passende Hygieneprodukte zu informieren. djd