Der Kundenwunsch als Grundgesetz

Maßgeschneidertes Wohnen: Smarte Funktionen für mehr Wohnqualität und Sicherheit

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„Ein echtes Smart Home ist ein Haus, in dem die Funktionen an den persönlichen Wünschen des Bewohners ausgerichtet sind“, sagt Carsten Müller. Der Gebäude System Designer aus Bürstadt kennt die Branche noch aus einer Zeit, in der man von Gebäudeautomation sprach. Das war Mitte der 90er Jahre. Seither hat sich eine Menge getan.

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Der Planungsaufwand ist heute weitaus geringer als damals. Kunden, die mit einem Smart Home liebäugeln, sollten sich dennoch früh und ausführlich beraten lassen, damit im Haus später die erwünschten Funktionen auch verfügbar sind.

Ein gutes Smart Home wächst mit und passt sich an die Bedürfnisse der Bewohner an. © Thomas Zelinger

Eine Musterkalkulation hilft dabei: Anhand von konkreten Wohnobjekten werden alle elementaren Komponenten definiert, die für ein Smart Home empfehlenswert sind. Für die reine Automatisierung exklusive Elektroinstallationen werden bei einem normalen Einfamilienhaus in der Regel zwischen 20.000 und 30.000 Euro fällig.

Durch die systeminterne Verzahnung ist eine Vielzahl an individuell einstellbaren Varianten möglich. Je mehr Lösungen eingebaut sind, desto offener gestaltet sich die Peripherie. „Es braucht einen gewissen Mindeststandart, um von Smart Home reden zu können“, so Müller über die Abgrenzung zu fragmentarischen Insellösungen und Einzelanwendungen, die nicht in ein stimmiges Gesamtkonzept eingebunden sind. Bei vollwertigen Smart Homes geht es nicht um irgendwelche Gimmicks oder Gadgets, sondern um sinnvolle Funktionen für mehr Wohnqualität und Sicherheit bei gleichzeitig geringerem Energiebedarf.

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Für optimale Ergebnisse ohne nachträglichen Aufwand sollte man intelligente Netzwerke möglichst früh in den Planungsprozess integrieren. Das erleichtert spätere Nachrüstungen. Weil nicht jedes System mit den Komponenten eines anderen Herstellers kompatibel ist, sollten Kunden auf einheitliche Standards achten. Ein gutes Smart Home wächst mit und passt sich an die Bedürfnisse der Bewohner an, so der Experte.

Dass die allermeisten Impulse für intelligentes Wohnen von Eigentümern und nicht etwa von Architekten kommen, hält Müller für bedenklich: „Gebäude und Haustechnik werden leider noch immer nicht als Einheit verstanden.“ Es sei an der Zeit, hier eine Brücke zu schlagen. tr