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Das leisten 24-Stunden-Pflegeskräfte

Betreuung: Bedarf im Alter wird unterschätzt

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djd
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Rund drei Millionen Menschen waren 2015 in Deutschland auf Pflege angewiesen, 2035 dürften es vier Millionen sein. Das Risiko, zum Pflegefall zu werden, wird von den Bundesbürgern unterschätzt.

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Wer kümmert sich dann um mich? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn etwa sagte ganz lapidar bei „Maischberger“: „Meine Eltern erwarten nicht, dass ich sie zu Hause pflege.“ So wie dem CDU-Politiker geht es vielen: Sie sind berufstätig, leben vielleicht in einer anderen Stadt und holen sich Hilfe von Betreuungskräften aus dem Ausland, vorwiegend aus Osteuropa. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten, die Sie als Angehöriger zu beachten haben:

Welche Modelle gibt es?

Am weitesten verbreitet ist das sogenannte Entsende-Modell. Dabei schließt man in der Regel zwei Verträge ab – einen mit der deutschen Vermittlungsagentur und einen mit der ausländischen Betreuungsagentur. Beim Arbeitgeber-Modell dagegen müssen alle Arbeitgeberpflichten nach dem Arbeits- und Sozialversicherungsrecht selbst übernommen werden.

Leistungen der Pflegekräfte

24-Stunden-Betreuungskräfte kümmern sich um die Grundpflege des Pflegebedürftigen – wie etwa Körperpflege, Toilettengang, Ankleiden, Ernährung und Trinken. Sie kaufen ein, waschen, übernehmen praktisch alle üblichen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Sie unterstützen den Pflegebedürftigen ebenso beim Arztbesuch, beim Gang zum Friseur oder zur Fußpflege.

Medizinische Maßnahmen, die von einem Arzt verschrieben werden, zählen zur sogenannten Behandlungspflege. Darunter fallen etwa Wundversorgung, Verbandswechsel, Medikamentengabe, Blutdruck- und Blutzuckermessung und ärztliche Assistenz. Dies darf ausschließlich von speziell ausgebildeten Kräften durchgeführt werden. Die 24-Stunden-Betreuungskraft darf diese Aufgaben in der Regel mangels medizinischer Ausbildung nicht übernehmen. Dafür ist der ambulante Pflegedienst zuständig. Die Kosten dafür kann man aus der Pflegesachleistung decken, wodurch sich jedoch anteilig das Pflegegeld reduziert. djd

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