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„Blume Peter“

Premiere des neuen Stücks der „Mannem macht Musical“-Trilogie

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Er war eine Figur, die Mannheim auf viele Weise geprägt hat: Peter Schäfer, der „Blumepeter“ – mit ihrem Witz, ihrem Durchsetzungswillen und in ihrer Tragik.

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Der 1875 in Plankstadt geborene Peter Schäfer, genannt „Blumepeter“, war ein körperlich und geistig behinderter, kleinwüchsiger Blumenverkäufer, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Gaststätten Blumensträuße verkaufte. „Kaaf mer ebbes ab!“, bettelte er die Leute an. Bald galt er als Original, wurde auf Ansichtskarten gedruckt, von Karnevalisten als Maskottchen genutzt, teils zum Gespött gemacht und teils wegen seiner mal witzigen, mal derben Sprüche geschätzt. 1929 muss Peter Schäfer aber, da seine Krankheit schlimmer wird, in die geschlossene Abteilung der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch, wo er 1940 stirbt. Viele Witze, die er angeblich erzählt hat und die zahlreiche Bücher füllen, stammen aber nicht von ihm, sondern sind ihm nur zugeschrieben. Doch genau daran will das Capitol mit dem Stück anknüpfen und die Gratwanderung wagen – zwischen dem heute sehr positiv besetzten Begriff Blumepeter und dem schwierigen Schicksal des Mannes, das dahinter steht. Verantwortlich zeichnen Rino Galiano (Komposition/Songtexte) und Michael Herberger als musikalischer Leiter sowie Georg Veit (Regie/Buch) und Thorsten Riehle als Produzent.

Blume Peter erzählt eine Geschichte, die einen Menschen in den Mittelpunkt stellt, der von anderen mehr benutzt als gesehen wurde. Eine Annäherung an einen, der in Mannheim zur Witzfigur wurde, in seiner Lebenslust und seiner Tragik aber mehr über die Stadt erzählt, als diese oftmals hören wollte. Ein Musiktheater, das für die Stadt längst überfällig ist. red/pwr

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Mannem macht Musical – „Blume Peter“, Samstag, 23. Oktober, 20 Uhr

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