Pandemie Verlängerte Quarantäne für mit Coronavirus-Varianten infizierte Personen

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red/kts
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Das Gesundheitsamt verlängert die Quarantäne für mit Coronavirus-Varianten infizierte Personen und enge Kontaktpersonen. © DPA

Baden-Württemberg. Gleich nachdem im Rhein-Neckar-Kreis Ende vergangener Woche erste Corona-Mutationen nachgewiesen worden waren, hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises für positiv getestete Personen, die mit einer Variante des Coronavirus infiziert sind, die Quarantänezeit von zehn auf 14 Tage erhöht. Gleiches gilt für Kontaktpersonen der Kategorie 1. Diese sind zudem verpflichtet, sich am siebten Tag ihrer Quarantäne mittels PCR-Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen zu lassen.

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„Für diese und andere Virusvarianten gilt, dass sich der Schweregrad der Erkrankung und die Übertragbarkeit im Vergleich zum normalen Coronavirus möglicherweise verändern können. Weiterhin besteht das Risiko, dass die Wirksamkeit der aktuell verwendeten Impfstoffe gegen die neuen Varianten abnimmt, weil die durch die Impfung gebildeten neutralisierenden Antikörper gegen das veränderte Virus schlechter schützen. Diese Phänomene werden derzeit in zahlreichen wissenschaftlichen Studien weiter untersucht“, erklärt der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Andreas Welker, die neuen Maßnahmen.

Dem Gesundheitsamt sind aktuell 99 positiv auf SARS-CoV-2 getestete Fälle bekannt, bei denen Varianten festgestellt wurden (Stand: 4. Februar). Die Fälle verteilen sich auf verschiedene Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis und die Stadt Heidelberg. In 21 Fällen wurde dabei die sogenannte südafrikanische Variante und in 21 Fällen die britische Variante des Coronavirus detektiert. Bei den restlichen Fällen steht der Nachweis, um welche Virusvariante es sich konkret handelt, noch aus.

Die Dynamik der Verbreitung von SARS-CoV-2-Virusvarianten wird durch das Robert Koch-Institut (RKI) in einigen Staaten als besorgniserregend eingestuft. Die baden-württembergische Landesregierung hatte am vergangenen Wochenende angekündigt, künftig die Proben aller positiven Corona-Tests auf Varianten untersuchen lassen. Dafür sollen die Test-Labore laut dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg positive Proben künftig an die Labore der Universitätsklinika des Landes weiterleiten. 

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