Pandemie Mindestabstand, Gedränge und Poser in Mannheim - Wochenendbilanz der Polizei

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afs/pol
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"Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.." - bei diesem wunderbaren Frühlingswetter denkt man sofort an Mörikes berühmte Zeilen. © Michael Ruffler

Heidelberg/Mannheim/Rhein-Neckar-Kreis. Bei schönstem Sonnenschein hat es im gesamten Rhein-Neckar-Raum am Samstag und Sonntag Menschen scharenweise nach draußen gezogen, um das Frühlingswetter im Februar zu genießen. In öffentlichen Parkanlagen sowie auf Wanderwegen, Spiel- und Bolzplätzen, Uferanlagen an Rhein und Neckar sowie in Naherholungsgebieten, wie etwa auf dem Königsstuhl in Heidelberg war dementsprechend ein sehr hohes Besucheraufkommen zu verzeichnen. Das teilte die Polizei am Montagmittag in einer Bilanz der vergangenen Tage mit. 

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Das Fazit der Beamten an den genannten Orten: Trotz gelegentlichem Gedränge wurde die derzeit geltenden Bestimmungen der Corona-Verordnung weitestgehend eingehalten.

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So war die Situation im Herzogenriedpark und den Spielplätzen:

In Mannheim wurden bereits gegen 13:45 Uhr am Samstag keine weiteren Gäste in den Herzogenriedpark eingelassen, weil die maximale Besuchergrenze schnell erreicht war. In Hemsbach, an der "alla hopp!"-Freizeitanlage, hielten sich am Samstagnachmittag über 500 Personen, überwiegend Familien mit Kindern, auf. Polizeistreifen waren präsent und wiesen aktiv auf die Einhaltung der Abstandsregeln hin.

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Die maximale Besuchergrenze war im Herzogenriedpark bereits gegen 12 Uhr erreicht und ein weiterer Zugang musste durch die Parkverwaltung unterbunden werden.

Auch die "alla hopp!"-Anlagen in der Region waren am Sonntag wieder sehr gut besucht. In der Anlage mit angeschlossenem Skater-Park in Sinsheim wurde gegen 13 Uhr ein sehr stark erhöhtes Besucheraufkommen festgestellt. Hier prüfte auch der kommunale Ordnungsdienst der Stadt Sinsheim, ob die Regeln eingehalten wurden.

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Die Lage in den Innenstädten der Region:

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Am Samstagnachmittag konnte im Bereich des Alten Messplatzes eine Gruppe von rund  50 Personen festgestellt, die weder die Abstandsregelung einhielten, noch eine Mund-Nase-Bedeckung trugen.
Gegen 17 Uhr beendete die Polizei eine private Veranstaltung in Sinsheim. Dort hatten sich insgesamt 17 Personen aus fünf verschiedenen Haushalten zu einem gemeinsamen Treffen zusammengefunden. Identitäten wurden festgestellt und die Betroffenen erwartet nun ein Bußgeldbescheid.

Die Innenstädte in Heidelberg und in Mannheim waren ebenfalls durchgängig stark frequentiert. Besonders in der Heidelberger Altstadt und auf der Alten Brücke drängten sich zeitweise die Menschen.

Diese Sehenswürdigkeiten und Orte waren stark frequentiert:

Auch am Sonntag lockte strahlender Sonnschein die Menschen in der Region mit besten Bedingungen für einen Spaziergang ins Freie an die frische Luft.

In der Mannheimer Neckarstadt musste am Sonntag ein Bolzplatz in der Nähe des Neuen Messplatzes vorsorglich geschlossen werden. Dort hatten rund 40 junge Leute Fußball gespielt und waren beim Erblicken der Polizei schnell davongelaufen. Gegen 14 Uhr nahm die Anzahl der Besucher an der Neckarwiese in Heidelberg deutlich weiter zu.

Die bis zu 2.000 Personen, die sich insbesondere auf den dortigen Kinderspielplätzen und im Bereich einer Kioskanlage aufhielten, gewährleisteten teilweise keinen ausreichenden Abstand mehr. Die Polizei verstärkte ihre Präsenz, um einen Hotspot zu vermeiden. Neben einer direkten Ansprache durch die Ordnungskräfte wurde auch hier mit Lautsprecherdurchsagen auf die notwendige Einhaltung der CoronaVO hingewiesen.

Die Aussichtsplattform Königstuhl war schon um 13 Uhr so stark frequentiert, dass Besucher durch gezieltes Ansprechen zum Verlassen der Örtlichkeit aufgefordert wurden.

Am Strandbad, im Waldpark und an der Rheinpromenade in Mannheim-Neckarau genossen teilweise bis zu 1.000 Personen die frühlingshaften Temperaturen.

Auch gut besucht war die Hafenpromenade in Mannheim-Jungbusch. Hier wurden in der Spitze rund 800 Personen festgestellt. Auch an der Wasserturmanlage Mannheim befanden sich zeitweise bis zu 300 Personen. Durch gezieltes Ansprechen und offene Präsenz mit vielen Fußstreifen konnten ebenso hier Verstöße gegen die CoronaVO überwiegend unterbunden werden. Teilweise war es aber auch erforderlich, dass Personalien festgestellt werden, um Bußgeldanzeigen fertigen zu können.

Nach der Aufhebung der nächtlichen Ausgangsbeschränkung nutzten viele Mannheimerinnen und Mannheimer auch die Abendstunden. Am Sonntagabend beschwerten sich Anwohner im Bereich der Rheinpromenade über sogenannte "Poser". Hier erteilte die Polizei den Verkehrsrowdies nach umfassender Kontrolle Platzverweise. Bereits am Samstag soll sich ein langer Autokorso durch die Innenstadt bewegt haben.

Das Polizeipräsidium Mannheim war auf die Situation gut vorbereitet. Insgesamt befanden sich am Samstag und am Sonntag neben den regulären Kräften des Streifendienstes noch weitere 120 Polizeibeamte zusätzlich im Einsatz, um die Bestimmungen der CoronaVO zu überwachen. Die Polizistinnen und Polizisten kontrollierten über 2.600 Personen und stellten insgesamt 370 Verstöße gegen die Corona-Verordnung fest. 

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