Magnetangler "fischen" Panzergranate aus Neckar

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pj
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Diese Panzergranate haben Magnetangler am Samstag aus dem Neckar gezogen. Deshalb musste der Kampfmittelbeseitigungsdienst anrücken. © Peter Jaschke

Ladenburg. Eine Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Samstagnachmittag in Ladenburg den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) Baden-Württemberg auf den Plan gerufen. Zwei so genannte Magnetangler, die an der Neckar-Schifflände am Wasserturm nach Schrott gefischt hatten, zogen das 25-Millimeter-Geschoss, welches russischer Herkunft sein soll, aus dem Wasser und alarmierten die Polizei. Beamte sperrten das beliebte Ausflugsziel, wo sich trotz frostiger Temperaturen bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Spaziergänger aufhielten, ab und bewachten den Fundort, bis zwei Fachleute von der KMBD-Bereitschaft am Dienstsitz bei Sindelfingen eintrafen.

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Bei den beiden jungen Magnetanglern fand das KMB-Duo auch noch einen verrosteten Gewehrlauf, der vermutlich ebenso aus dem letzten Weltkrieg stammt. Die Polizei nahm die Personalien auf. 

„Magnetangeln kann lebensgefährlich sein“, sagte einer der Kampfstoffexperten vor Ort dem Reporter dieser Redaktion. Die im Wasser relativ unbedenkliche Munition könne spätestens beim Ablösen vom Magneten explodieren und so im Umkreis von 20 bis 30 Metern tödlich wirken. Magnetangeln nach metallischen Gegenständen erfreue sich als Hobby leider zunehmend großer Beliebtheit, so der Fachmann. Man könne nur dringen davor warnen und dazu aufrufen, es bleiben zu lassen.

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