Neckar-Bergstraße - Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner unterstützt Landtagskandidat Alexander Kohl per Video-Konferenz im Wahlkampf Liberale wollen Verkehrsinfrastruktur verbessern

Von 
Martin Tangl
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Diskutierten über das Internet (von links oben im Uhrzeigersinn): Christian Lindner, Martin Bürmann, Heinz Bahnmüller, Alexander Kohl. © Martin Tangl

Neckar-Bergstraße. Die Themen an diesem Abend waren vielfältig: Es ging unter anderem um die Corona-Strategie der Liberalen, Digitalisierung, Bildung, Entbürokratisierung, mangelhafte Infrastruktur und die Forderung „soziale Marktwirtschaft statt starker Staat“. Für die Diskussion konnten Alexander Kohl (FDP-Kandidat für die Landtagswahl im März) und Martin Bürmann (Weinheimer Ortsvereinsvorsitzender der Liberalen) Parteichef Christian Lindner gewinnen. Gerne hätte er vor Ort in Weinheim mit den Bürgerinnen und Bürgern über diese Themen gesprochen, doch das Coronavirus bremst den regulären Wahlkampf aus.

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So fand die Veranstaltung mit den Wählerinnen und Wählern am Samstagabend im Internet statt. So ein digitales Format habe auch seine Vorteile, betonte Lindner gleich zu dem Beginn: „Ich habe mich nicht auf schlechten Autobahnen mit fehlenden Telefonverbindungen nach Baden-Württemberg durchkämpfen müssen. Wahrscheinlich sind hier die Autos so gut, weil die Straßen so schlecht sind“, schmunzelte der FDP-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag. Es gebe also für Alexander Kohl genug zu tun, sollte er nach dem 14. März im baden-württembergischen Landtag sitzen. Für diesen steht das Thema Bildung ganz oben auf der Agenda. Hier fordert er mehr Freiheit für die Entscheidungsträger in den Schulen und Kitas. Des Weiteren sieht er erhebliche Probleme mit der Verkehrsinfrastruktur im Land, zum Beispiel die viel zu enge Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 3 in Großsachsen. Kohl spricht sich zudem für ein Digitalisierungsministerium aus, das sich auch um die Entbürokratisierung kümmern müsse – zum Beispiel „um die Entrümpelung der Landesbauordnung“.

Lindner erörterte dann ausführlich die Herausforderungen der Corona-Krise. Covid-19 sei eine ernsthafte, gefährliche Krankheit, die Bürger dürften vor lauter Überdruss jetzt nicht unvorsichtig werden. „Allerdings ist es nach gut einem Jahr Pandemie bei aller Gefährlichkeit des Virus ein Armutszeugnis, als zentrales Instrument immer wieder zu verkünden: Wir bleiben zu Hause!“, kritisierte der Chef-Liberale.

„Digitalisierung statt Faxgerät“

Hier gebe es innovativere und intelligentere Maßnahmen: unter anderem Digitalisierung statt Faxgerät, geeignete Luftreinigungssysteme, besserer Schutz der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, Zeitfenster für Senioren beim Einkaufen, die systematische Nutzung von Selbsttests,

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Auch für die Bildung mahnte der FDP-Vorsitzende einen Neustart an: „Lernen auf Distanz hat nicht funktioniert, und wenn, dann nur durch besonderes Engagement von Lehrerinnen und Lehrern.“ Zu diesem Neustart gehöre es, Schulen mit moderner Infrastruktur ausstatten, die Gebäude sanieren und dazu die didaktischen Kompetenzen der Pädagogen verbessern.