Serie Mutmacher - Gudrun Rosenlechner arbeitet als Krankenschwester am Klinikum Mannheim / Sie selbst bezeichnet sich als „geborene Optimistin“ Ilvesheimerin hat Respekt, aber keine Angst

Von 
Hannelore Schäfer
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„Angst lähmt das Immunsystem. Gerade in Zeiten wie diesen sollte man versuchen, auch an etwas Positives zu denken, das stärkt Körper und Geist.“ Der Ratschlag kommt von einer Frau, die es wissen muss. Unsere heutige Mutmacherin Gudrun Rosenlechner, arbeitet als Krankenschwester am Klinikum Mannheim. Für sie ist ihr Beruf zugleich Berufung.

Gudrun Rosenlechner aus Ilvesheim liebt ihren Beruf. © Hannelore Schäfer
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„Es hat sich im Klinikum schon einiges verändert, seit Corona uns in Atem hält“, gesteht die Ilvesheimerin. Sie arbeitet normalerweise in der Abteilung für Endoskopie. Da planbare Eingriffe zunächst verschoben werden sollten, um im Notfall über ausreichend Intensivbetten zu verfügen, hatte sie auf anderen Stationen ausgeholfen, wo das Personal knapp gewesen war. Auch Patienten mit Verdacht auf oder einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus profitierten dabei von ihrem Einsatz.

„Ich habe bei diesem Personenkreis unter anderem Abstriche für die Corona- Tests gemacht“, erzählt Rosenlechner. Zum Glück sei man im Klinikum mit ausreichend Schutzkleidung und Masken ausgestattet, so dass die notwendigen Schutzmaßnahmen für Pfleger und Patienten eingehalten werden können. Verspürt sie dennoch ein Gefühl von Angst vor diesem neuartigen Coronavirus?

„Ich arbeite seit 40 Jahren in der Pflege und da bekommt man es immer mal wieder mit isolationspflichtigen Krankheiten zu tun, da ist nicht Angst, aber Vorsicht geboten“, erklärt die Fachfrau. Außerdem liebt sie ihren Beruf, auch wenn er ihr einiges abverlangt. „Ich habe schon als Fünfjährige Krankenschwester werden wollen“, verrät sie schmunzelnd. Das Gefühl, gebraucht zu werden und die sozialen Kontakte, die sie mit ihrer Arbeit verbindet, zählten gerade in Zeiten wie diesen zu wichtigen Konstanten im Leben, versichert sie und fügt noch an: „Ich bin die geborene Optimistin und hoffe, dass wir zum einen die Krise gemeinsam gut überstehen und zum anderen, dass wir das Gute, das in dieser Zeit erwachsen ist, beibehalten.“

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Zu Letzterem zählt sie beispielsweise die Nachbarschafts- und Einkaufshilfe für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sowie die „erholte“ Natur, in der sie gerne mit ihrem Ehemann spazieren geht.

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