Umbau Ilvesheim: Postive Reaktionen auf Zeitplan für Mehrzweckhallen-Sanierung

Von 
Torsten Gertkemper
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Bei der Sanierung der Mehrzweckhalle drückt die Gemeinde aufs Tempo. © Torsten Gertkemper

Ilvesheim. Mit großer Zufriedenheit haben die Ilvesheimer Gemeinderäte auf den Zeitplan zur Sanierung der Mehrzweckhalle reagiert. In der jüngsten Sitzung präsentierte die Verwaltung ihre Pläne, die sie selbst als „ambitioniert“ bezeichnet. Ähnliche Worte hatten Bürgermeister Andreas Metz und Baumtsleiter Pascal Tholé bereits zuvor im Gespräch mit dieser Redaktion verwendet.

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„Wir sind begeistert, dass es so schnell gehen soll“, sagte Sarah Nick-Toma (Grüne). Nach derzeitigem Stand wolle man die Planungen 2021 abschließen und bereits dieses Jahr den Bauantrag stellen. Wenn alles so laufe wie bisher geplant, könnte man im Herbst 2023 komplett fertig sein.

Solaranlage geplant

Mit der Planung bereits beauftragt ist das Architekturbüro Motorplan. „Wir freuen uns sehr, dass da auch schon eine Solaranlage für die Halle mit bedacht ist“, so Nick-Toma weiter. CDU-Gemeinderat Ralf Kohl schaute bereits auf die Zeit der Schließung während des Umbaus: „Die Nutzung von Alternativorten muss bereits frühzeitig geplant werden.“

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Auch müsse noch darüber gesprochen werden, in welchem Umfang genau die Halle in Zukunft für die Kinderbetreuung genutzt werden soll. Dass die Mehrzweckhalle langfristig als Ersatz für die Container der Krippe in der Heddesheimer Straße dienen soll, steht fest. Allerdings ist noch nicht klar, wie viele Kinder in den Räumen der Halle untergebracht werden sollen. Je nachdem variieren auch die Kosten der Sanierung. „Da müssen wir genau hinschauen“, so Kohl.

Freude über Fördermittel - aber auch Kritik

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Für Zufriedenheit bei Gemeinderäten und Verwaltung sorgte außerdem die Nachricht, dass es weitere Fördermittel gibt (wir berichteten, hier geht es zum Artikel). Zum einen stehen der Gemeinde 800.000 Euro aus einem städtebaulichen Sanierungsprogramm zu. „Dieses Geld werden wir teilweise für die Halle, teilweise aber auch für die Sanierung von Hebel- und Lessingstraße verwenden“, gab Metz bekannt. Zum anderen gibt es noch einmal 800.000 Euro aus einem Programm zur Förderung von Sportstätten. „Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt“, sagte der Bürgermeister.

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SPD-Gemeinderat Rolf Sauer nutzte die Gelegenheit für Kritik am Land: „Es wäre besser, wenn man die Kommunen von vorneherein finanziell besser ausstatten würde. So lässt man die Gemeinden planen, ohne zu wissen, ob da noch Hilfe kommt. Zum Schluss kommt das Land mit seinen Fördermitteln dann als Wohltäter daher.“ Dennoch sei er sehr glücklich, dass Ilvesheim mit den Mitteln bedacht worden sei. Die Freien Wähler schlossen sich den positiven Rückmeldungen der anderen Fraktionen an.

Nutzer werden befragt

Wie die Verwaltung jüngst betonte, sollen auch die Nutzer der Halle, also unter anderem die Vereine, intensiv in die Planungen eingebunden werden – wegen der Corona-Pandemie zunächst nur über Online-Konferenzen. Dafür hält die Gemeinde am Donnerstag, 11. Februar, eine Vereinsvertretersitzung ab. „Wir bitten darum, dass die Vereine mir schon vorab ihre Anregungen zukommen lassen“, sagt Bauamtsleiter Pascal Tholé. Die bisherigen Konzepte sind auf der Internetseite der Gemeinde unter bit.ly/3oWiFvX abrufbar.

 

Redaktion Redaktion Neckar-Bergstraße, zuständig für Ilvesheim und Friedrichsfeld