Ladenburg - Gestern reibungsloser Auftakt des Dressurturniers bis zur S-Klasse beim Pferdesportverein / Eine Million Euro in den Umbau der neuen Anlage investiert Hochklassiger Reitsport auf dem Kirchfeld

Von
Peter Jaschke
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Julia Machat legte beim Auftakt des Dressurturniers auf "Fratellino" einen guten Start hin.

© pj

Bei strahlendem Sonnenschein hat gestern Mittag um Punkt zwölf das hochklassige Dressur-Turnier des Pferdesportvereins (PSV) Heidelberg-Ladenburg begonnen. Noch heute, morgen und am Sonntag zeigen sich die Reiter bei rund 700 Starts bis zur höchsten Leistungskategorie "S" (wie schwer) auf der sanierten Anlage im Kirchfeld der Römerstadt von ihrer besten Seite, nämlich hoch zu Ross und mit möglichst hohen Noten in zwei Dressur-Vierecken. Neben den Leistungen steht der neue Hauptreitplatz im Mittelpunkt des Interesses.

So geht das Turnier weiter

Freitag, 27. Mai: 11.30 Uhr Junioren-Prüfungen der Klasse L zur Qualifikation für den renommierten Nürnberger-Burg-Pokal; 14.30 Uhr S*-Prüfung.

Samstag, 28. Mai: 9 Uhr Prüfungen der Klasse M**; 15 Uhr Qualifikation für den internationalen Prix St. Georges (Klasse S*).

Sonntag, 29. Mai: 8-14 Uhr S*-Prüfungen; 15.30 Uhr St. Georges Spezial-Qualifikation zum FAB-Amateurcup Baden-Württemberg. pj

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"Die Oberfläche besteht aus feinem Sand mit lehmigen Anteilen, der bei Regen fest bleibt", erklärte PSV-Chef Dr. Stephan Bingel am Vorabend bei der Einweihung der Anlage interessierten Ehrengästen und Mitgliedern. "Wir haben große Vorbilder", verdeutlichte der stellvertretende Vorsitzende Andreas Huben, als Bingel stolz feststellte: "Unser Platz ist jetzt wie der Maimarktplatz aufgebaut." Damit nahm er auf das hervorragende Geläuf Bezug, das beim internationalen Mannheimer Maimarktturnier jedem Wetter trotzt.

Den alten Dressurplatz, auf dem ebenfalls vier Tage lang Lektionen absolviert werden, hat man so überarbeitet, dass die Entwässerung auf jeden Fall besser als zuvor funktioniert. Ob sich Gastgeber und Teilnehmer auf Regen gefasst machen müssen? Die Vorhersagen schwanken.

Doch nicht nur bezüglich des Wetters wünschte Bürgermeister Rainer Ziegler viel Glück für das erste Turnier auf der für rund eine Million Euro umgebauten Anlage. Nach der Fusion 2015 zählt der PSV rund 530 Mitglieder und schreibt mit 13 Schulpferden die Jugendarbeit groß.

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"Die Fusion hat sich gelohnt: Es wurde gewaltig viel bewegt", sagte Ziegler und verkündete, dass er sowohl für den Dressurwettbewerb als auch für das in zwei Wochen folgende Springreitturnier der Klasse S Ehrenpreise der Stadt gestiftet habe. Während Clubhauswirtin Christine Menge Getränke zum Anstoßen servierte, absolvierte PSV-Dressurreiterin Julia Machat ein Probereiten. "Das bieten wir erstmals im Vorfeld als Chance an, um verschiedene Pferde auszuprobieren", erklärte Huben. Für Machat hat es sich gelohnt: Gestern bestand sie auf "Fratellino" bei der A-Dressurprüfung die erste Bewährungsprobe auf dem neuen Platz.

Als der Chefrichter die Endnote 7,6 auf der theoretisch bis 10, aber praktisch nur bis 9 reichenden Skala verkündete, war Applaus zu hören. Und Frau Machats künftiger Ehemann Nikolaus Kühn, ein erfolgreicher PSV-Springreiter aus Heidelberg, reckte zufrieden den Daumen nach oben: "Gut gemacht!"

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Außerdem sah das Publikum gestern bei der ersten Prüfung des Turniers auch Svenja Ebert und Bettina Wolf (beide RG Birkenhof Neuzeilsheim-Ladenburg) sowie Angelika Rose und Sabine Schmidt (RRV Erbenwiese Heddesheim) im Sattel auf ihren Pferden.

Freie Autorenschaft Peter Jaschke ist von Haus aus Diplom-Geograf (Universität Mannheim) und Landschaftsgärtner. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband, freier Mitarbeiter seit 1997 und macht überwiegend regionale Berichterstattung, nimmt aber auch Sport- und Kultur-Termine wahr. Er ist einer der Ko-Autoren der Stadtchronik "Aus 1900 Jahren Stadtgeschichte" und schreibt u.a. für ein Fachmagazin.